Überall wird gerade vom Klimastreik der Schüler gesprochen – und überall, wo darüber gesprochen wird, hagelt es Kritik: „Die sind doch gar nicht informiert“, „Wissen die überhaupt, wofür sie streiken?“, „Die wollen doch nur schulfrei“, „Sie gehen fürs Klima auf die Straße, tragen dabei eine Jeans von H&M und filmen alles mit einem unfair produzierten Handy“. Diese Argumente sind nicht fair. Das heißt nicht, dass sie nicht teilweise stimmen.

Die Schüler sind sich sehr wohl dieser Widersprüchlichkeiten bewusst. Sie sind nur kein Maßstab dafür, die Ernsthaftigkeit dessen infrage zu stellen, wofür die jungen Menschen sich einsetzen: Für ihre Zukunft auf einem Planeten, der uns bereits jetzt deutlich zeigt, dass er die Nase voll von uns hat. Und gegen eine Erwachsenengesellschaft, die es offenbar nicht schafft, Politiken zu verabschieden, die etwas dagegen tun.

Das sind die einzigen Argumente, die die Jugendlichen brauchen. Es sind die Argumente, die allen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. Wir als Gesellschaft sollten stolz darauf sein, dass die junge Generation sich politisch engagiert. Denn ihnen wurde jahrelang vorgeworfen, genau das nicht zu tun. Ihnen wurde eingetrichtert, wie wichtig es ist, kritisch zu denken. Dass sie ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen müssen, sich sozial engagieren sollen. Wen wundert es also, dass sie das jetzt tatsächlich tun? Lauter und deutlicher, als das in den letzten zehn Jahren der Fall war.

 

112 Länder, 1.769 Orte, ein Ziel: Wieso auch Schüler in Luxemburg für die Kehrtwende im Klimaschutz protestieren

8 Kommentare

  1. Die Jugendlichen haben meine uneingeschränkte Solidarität und setzen sich mit ihren Möglichkeiten dafür ein, ihre Zukunft nicht durch unverantwortliche Geschäftemacher zu verbauen. Dies in der Schulzeit zu tun, kann nur der Beginn sein! Danach muss die Aktion auch ausserhalb der Schulzeit weitergeführt werden!

  2. Die Jugendlichen haben vollkommen Recht! Es ist ihr Planet.Und die Lobbyisten haben nicht das Recht,den Planeten für ihre Raffgier zu plündern,um nachher eine Wüste zu hinterlassen.Ebenso sollten die Politiker erwachen und von ihrem “Mikromanagement” absehen.Leider sind diese so engstirnig,dass das wahrscheinlich nie passieren wird. Jugend,wehrt euch!!!!!!!

  3. Es ist ein Verzweiflungsakt. Unsere Kinder haben begriffen, dass es 5 vor 12 ist und dass schleunigst gehandelt werden muss, wollen wir nicht in unserem eigenen Dreck ersticken. Wer will in einer Welt leben, die keine Zukunft hat oder mitverantwortlich sein, dass unser Lebensraum bis zum es geht nicht mehr verpestet wird?
    Das können doch nur verantwortungslose, egoistische Kreaturen sein, mit der Einstellung ” nach uns die Sintflut “.

  4. Billige Kopie von 1970 als Millionärssöhnchen mit dem von Daddy gesponsorten Benz zu Anti-Amerika-Demonstrationen fuhren.Gegen Russland zu demonstrieren, das trauten sie sich nicht.

  5. Natürlich hagelt es von berechtigter Kritik an den Schülern! Was soll an den Argumente der Kritiker unfair sein: was zählt ist, ob sie richtig sind. Jeder der für ein sich für ein Anliegen stark machen muss glaubhaft sein in seinen eigenen Handeln. Ist die Behauptung dass “die junge Generation sich politisch engagiert” über diesen Freitag mengenmäßig zu belegen? Nun gut, die Jugend möchte jetzt strengere Gesetze und Richtlinien zu Klimaschutz: durch Abgaben und Verbote wird dies in der Praxis umgesetzt! Was das konkret heißt, werden wohl nur wenige Freitagsschwänzer verstanden habe.
    Als Fahrradnutzer werden ich dann sicherlich in Zukunft nicht mehr von diesen motivierten Klimaschützer belächelt.

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