Auf dem europäischen Stahlmarkt gibt es eine Fusionswelle. ArcelorMittal will Ilva kaufen, ThyssenKrupp Tata Steel und Aperam hat ein Auge auf VDM geworfen. Die Stahlkonzerne erhoffen sich dadurch ein besseres Geschäft.
Das mag wohl stimmen. Doch die Übernahmen werden das Problem der Überkapazitäten nicht lösen. Eine angehende Überproduktion kann bei einem Konjunktureinbruch Schwierigkeiten machen, vor allem, wenn nun Stähle, die für den amerikanischen Markt geplant waren, durch die US-Zölle nach Europa umgeleitet werden.
In diesem Fall sind die großen Konzerne gut aufgestellt, um zu überleben. Sie haben mehr Marktmacht und mehr Einfluss auf die Preise als kleinere Unternehmen.
Das Ratingunternehmen Moody’s schreibt, dass die geplante Ilva-Übernahme die Widerstandsfähigkeit von ArcelorMittal stärken würde. Das wiederum führt zu dem Schluss, dass die Zukunft des ArcelorMittal-Werkes in Düdelingen, das der Konzern abstoßen muss, um Ilva übernehmen zu dürfen, weniger sicher ist.
Der Käufer des Werkes in Düdelingen ist mit absoluter Sicherheit kleiner als ArcelorMittal. Wenn weiterhin Stähle aus den USA nach Europa umgeleitet werden und der Markt im Krisenmodus landet, besteht die Gefahr, dass der neue Besitzer keine andere Möglichkeit hat und Düdelingen schließen muss.

1 Kommentar

  1. Die Mittal Strategie ist immer die selbe: zahlen mit Aktien seines eigenen Konzerns plus ein bisschen Knete in Cash (geliehen bei den Banken). Er will Ilva übernehmen (eine Dreckschleuder im wahrsten Sinne des Wortes aber 14000 Arbeitnehmer in in einer Region wo es nicht viele Alternativen gibt). Die neue Regierung in Italien ist der Uebernahme aber nicht grün…also abwarten und sehen was sich so ergibt. Die Mittal Strategie übernehmen, Staatssubventionen kassieren dann Arbeitsplätze abbauen, verschrotten und abhauen und Industriebrachen hinterlassen genau wie hier in Luxemburg…egal was Herr Würth da so schön plaudert..

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