Wenn zwei sich streiten, freut sich normalerweise der Dritte. Doch wenn die zwei Streithähne Donald Trump und Wladimir Putin heißen, dann sollte niemand einen Grund zur Freude haben. In diesem Sinne ist das heutige Gipfeltreffen zwischen den beiden Präsidenten im finnischen Helsinki als ein positives Zeichen zu werten. Denn ohne eine Prise Tauwetter wäre das Treffen gar nicht erst zustande gekommen.

Auch wenn “The Donald” noch am Sonntag in einem Interview die EU, Russland und China als seine Gegner degradierte. Doch das, was Trump in Interviews von sich gibt, sollte nicht immer für bare Münze genommen werden. Und genau hier liegt die Krux.
Niemand weiß, in welchem Modus sich Trump heute befinden wird. In jenem des Provokateurs, des Unruhestifters, des Beschwichtigers oder des Charmeurs? Oder alles zusammen? Zum Glück – oder auch nicht – gibt es Twitter. Somit kann der US-Präsident nach dem Treffen alles wieder zurechttweeten. Oder alles kaputt machen. Zumindest hat sich Trump vorgenommen, die sogenannte Russland-Affäre, die er immer wieder als “Hexenjagd” gegen seine Person bezeichnet, anzusprechen. Man darf gespannt sein.
In sicherem Abstand zu Trumps Launen werden in Helsinki die jeweiligen Außenminister ihre Köpfe zusammenstecken. Dass es hier diplomatischer zugehen wird, kann dem Verhältnis beider Nationen sicherlich nicht schaden.

Obwohl Trump bei seiner bisherigen Europareise einen Sturm der Verwüstung von Brüssel über London bis nach Schottland hinterlassen hat, sollte auch die EU sich wahrhaftig freuen, wenn sich die Wogen zwischen den zwei Blöcken glätten würden. Denn es steht viel auf dem Spiel. Auch für die EU.

2 Kommentare

  1. Trump ist der Richtige, der jemand anderem auf Augenhöhe begegnet. Ihm ist doch keiner gewachsen, Auch Putin nicht.Und diese arrogante Haltung von Trump verhindert a priori jedern Ansatz von Harmonie ! Auf Französisch : ” Il sème la zizanie “

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