Nun hat es auch Schweden erwischt. Am Sonntag gab es einen heftigen Rechtsruck in der Hochburg der Sozialdemokratie. Auch wenn die schlimmsten Befürchtungen ausblieben. Nun hat also auch der skandinavische Wohlfahrtsstaat Schweden eine starke rechtsextreme Partei.

Der Plan der Schwedendemokraten ist aufgegangen, auch wenn sie nicht stärkste Kraft geworden sind. Den etablierten Parteien haben sie dennoch viele Stimmen abgeworben. Dabei sind sie äußerst klug vorgegangen. Einerseits haben sie stets darauf geachtet, Begriffe wie rechtsextrem, faschistisch oder extremistisch von sich fernzuhalten. Doch die Partei hat ganz klar rechtsextreme Wurzeln.

Andererseits hat Schweden in der Flüchtlingskrise 2015 sehr viele Asylsuchende aufgenommen. Proportional zur Bevölkerungszahl war dies die höchste Rate in ganz Europa. Das Problem, das damit verbunden war, gab es eigentlich nicht. Die Schwedendemokraten haben es erst zum Problem gemacht. Indem sie die Ängste der Schweden gefüttert und die Einwanderungspolitik des linken Regierungslagers an den Pranger gestellt haben. So funktioniert Rechtspopulismus.

Schweden ist also nun auch “normal” geworden, wie es der Historiker Lars Trägårdh in einem Tageblatt-Interview nannte. Der 39-jährige Jimmie Åkesson, Vorsitzender der Schwedendemokraten, kann sich also nun in die lange Reihe der Orbans, Salvinis, Höckes, Straches und Kaczynskis einordnen.

2 Kommentare

  1. „Das Problem, das damit verbunden war, gab es eigentlich nicht.“

    ?????
    Ech recommandeieren dén interessanten Documentaire « A Swedish Elephant » – (Google helleft).
    Duerno schwätze mer weider.

  2. ” Das Problem, das damit verbunden war, gab es eigentlich nicht”
    Steile These, ausser man ignoriert bewusst alles was nichts ins Narrativ passt.
    Allein schon die Statistiken, so denn sie denn noch zulässig sind in Schweden, liefern genug Material um zu erkennen , dass es sehr wohl ein Problem gibt in Schweden.

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