Prostitution und Drogenhandel sind gesellschaftliche Phänomene, deren Lösung nicht einfach ist. Sorgte das erste Thema jahrzehntelang bei den politischen Verantwortlichen in Luxemburg-Stadt für Sorgenfalten – weil vonseiten der nationalen Politik der Mut fehlte, ein Eros-Zentrum einzurichten –, scheint die Prostitution nach langem Hin und Her im „Garer Quartier“ in geregelteren Bahnen zu verlaufen.

Die Frauen, die auf den Bürgersteigen rund um das Bahnhofsviertel stehen und auf Kundschaft warten, machen sich rar. Aber vielleicht hat sich das Gewerbe auch nur verlagert. Apropos verlagert. Das ist auch in Sachen Drogenhandel das passende Stichwort.
Da stehen in der rue de Strasbourg tagtäglich Männer auf den Trottoirs und warten auf Kundschaft. Ihre Mission besteht darin, den Drogenverkauf abzuwickeln und dem Kunden mitzuteilen, wo er den Stoff findet. Waren es früher die Bordsteinschwalben, die den Anrainern ein Dorn im Auge waren, sind es heute die Drogendealer.

Gegenwärtig ist die Stadt Luxemburg eine einzige Baustelle. Noch nie prägten so viele Kräne das Stadtbild. Die Hauptstadt putzt sich gerade heraus. Und die rue de Strasbourg bildet da keine Ausnahme. Eine Reihe neuer Wohnanlagen entstehen dort. Mehr Lebensqualität durch Urban Living. Hoffentlich gerät dabei die schwierige Baustelle Drogenhandel nicht in Vergessenheit. Doch in der Hinsicht ist guter Rat teuer …

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