Dass die Tramgesellschaft ihren Fahrern und dem weiteren Personal Tarife zahlt, die weit entfernt von dem sind, was ansonsten bei öffentlichen Unternehmen üblich ist, erklärt der schienengebundene Transportbetrieb gern damit, dass er einen Privatstatus habe. Dass die Eigner Staat und Gemeinde Luxemburg heißen, wollen weder Direktion noch Verwaltungsrat dabei als Argument gelten lassen.

Zurzeit laufen Kollektivvertragsverhandlungen (bzw. sie laufen eher nicht), bei denen die Direktion darauf verweist, sie führe nur die Vorgaben des Verwaltungsrates aus, während dieser die Verhandlungskompetenz der Direktion hervorhebt.

Dass nun vor den Sozialwahlen jener Mitarbeiter entlassen wurde, der eine Gewerkschaftsliste für eine FNCTTFEL-Delegation zusammenstellen wollte, gereicht weder Staat noch Gemeinde zur Ehre. Das Personal reagierte solidarisch und lässt sich solche Methoden offensichtlich nicht gefallen: Die Strategie der Betriebsführung ging nicht auf. Es fanden sich trotz des Einschüchterungsversuches ausreichend Kandidaten.

Der Landesverband wird eine Liste präsentieren und nach den Wahlen seine Arbeit im Sinne einer Anpassung an Lohn- und Arbeitsbedingungen anderer öffentlicher Betriebe konsequent fortführen.

Notfalls mit Streikaktionen …

4 Kommentare

  1. Ein Streik? Aber sowas kann man Herrn Bausch, dem ehemaligen Gewerkschafter und jetzigem Tramsoberchef doch nicht antun, jetzt wo er sich seinen grössten Traum endlich erfüllt hat!

    • “Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten !” D’LSAP leeft virun hirer Verantwortung fort. Dofir wonnert et net, wa se vu Wahl zu Wahl ëmmer manner Stëmme kritt.

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