Frankreichs Außenminister Le Drian hat recht. Er will den Rechtsnationalen in Polen und Ungarn die europäischen Gelder streichen, wenn sie sich nicht endlich im Geiste Europas benehmen, also Solidarität an den Tag legen. Das gehe nur zulasten der Ungarn und Polen, die dann leiden würden? Kann sein. Aber dann würden sie vielleicht auf die Idee kommen, sich Politiker zu wählen, die dieser Bezeichnung würdig sind. Das mag hart klingen, aber so langsam reicht es – wir dürfen uns Europa und seine Werte nicht kaputthauen lassen, von wem auch immer.

Dieses mörderische, seit Jahren andauernde Rumgeeiere um eine gemeinschaftliche, gesamteuropäische Lösung in der Flüchtlingsfrage muss endlich ein Ende finden. Und die Kaczynskis und Orbans scheinen nur eine Sprache zu verstehen: die des Geldes. Orban scheint diese sogar sehr gut zu verstehen. Immerhin ist ein Großteil seiner Clique in den Jahren, seit er am Ruder ist, zu erheblichem Reichtum gekommen.

Demnach: Keine Solidarität mit Brüssel – kein Geld aus Brüssel. Diese Botschaft muss durchdringen. Und sie muss so laut knallen, dass sie auch in Wien und in Rom, in Tallinn und in Prag und auch überall sonst zu hören ist. Es kann nicht sein, dass Autokraten oder solche, die es einmal werden wollen, sich mit dem Geld aller Europäer aufpumpen und alles mit Füßen treten, was das Staatenbündnis ausmacht, dem sie ja einmal so händeringend beitreten wollten und schließlich auch durften.

3 Kommentare

  1. da es in der EU jeder alles blockieren kann ist diese ideel nur quatsch. man müsste auch mal definieren was denn eine “eine gemeinschaftliche, gesamteuropäische Lösung in der Flüchtlingsfrage” sein soll. und dann komm ich auf meinen ersten satz zurück.

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