Nach den Sozialwahlen vom März dieses Jahres zur Besetzung der Salariatskammer geschah erst mal nichts – jedenfalls nichts, was für die Medien greifbar und somit berichtbar gewesen wäre. Erst Wochen später, nach aufwendiger manueller Auszählungsprozedur, war klar, dass es zwar zu einer leichten Verschiebung der Kräfteverhältnisse gekommen war, sich an den allgemeinen Machtverhältnissen in der Arbeitnehmerkammer (der OGBL behielt mit 35 von 60 Delegierten die absolute Mehrheit) aber nichts geändert hatte.

In Zeiten von Push-Nachrichten und elektronischen Medien, in denen die Verbreitungsgeschwindigkeit von Neuigkeiten praktisch der Lichtgeschwindigkeit entspricht, ist eine solche Prozedur nicht dazu angetan, die Spannung und somit das Interesse für eine solche Wahl zu fördern. Dass dies zu schwacher Wahlbeteiligung führt, erscheint evident. Noch komplexer ist die Situation bei den Delegationswahlen in den Betrieben, wo sich der richtige Durchblick über den Ausgang erst Tage nach der Wahl ergab. Eine Reform der Prozeduren ist demnach überfällig, ebenso wie die entsprechende Einsicht bei CSL und Arbeitsminister.

Die nächsten Sozialwahlen werden also anders – moderner – ablaufen und schneller Resultate hervorbringen. Eine kommende Wahl demnach ohne die Qual früherer …

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