Im Rahmen des nationalen Energie- und Klimaplans hat sich die Regierung hohe Ziele gesteckt. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß um 50 bis 55 Prozent gegenüber 2005 gesenkt und der Energieverbrauch um 40 bis 44 Prozent reduziert werden. Wie Luxemburg diese Ziele erreichen will, ist aber noch nicht ganz klar.

In manchen Bereichen wie beim Wohnen ist man bereits gut aufgestellt. Auch bei den erneuerbaren Energien und in der Elektromobilität macht Luxemburg Fortschritte, selbst wenn das von Minister François Bausch ausgewiesene Ziel von 40.000 E-Autos bis 2020 vielleicht doch etwas zu hoch gegriffen war. Ein Tabu war bislang der Tanktourismus, der so gar nicht zu der ökologischen Klimastrategie passt. Das liegt auch daran, dass billiger Sprit und Tabak haufenweise Geld in den Staatshaushalt spülen und Finanzminister Pierre Gramegna bislang nicht wusste, wie er diese Ausfälle kompensieren sollte.

Doch mittlerweile scheint beim Tanktourismus ein Umdenken stattzufinden. Die Regierung prüfe, ob sie Dieselverkäufe an internationale Lkws so begrenzen könne, dass sie das Erreichen der Klimaziele nicht gefährden, sagt der grüne Energieminister Claude Turmes im Interview. Wie das genau vonstattengehen soll und wer entscheidet, welche Lastkraftwagen wie viel Kraftstoff tanken dürfen, steht noch offen.

Was die Ausfälle für die öffentlichen Finanzen angeht, könnte auch eine Lösung gefunden werden. Die Regierung arbeitet an einer Steuerreform und Luxemburg ist eines der wenigen EU-Länder, die noch nicht über eine CO2- oder Klimasteuer verfügen. Das könnte sich bald ändern. Doch es muss dabei beachtet werden, dass diese Steuer nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt wird, sondern dass diejenigen zahlen, die den CO2-Ausstoß verursachen und damit zur Beschleunigung des Klimawandels beitragen.

 

Claude Turmes will „Dieselverkäufe an Lkw so begrenzen, dass sie unsere Klimaziele nicht sprengen“

21 Kommentare

  1. Kann mir endlich einer sagen wer denn mehr CO2 produziert, Diesel oder Benziner? Wenn ich Datenblätter der modernen LKW Diesel durchlese komm ich dazu zu bemerken,dass diese Aggragate weniger CO2 ausstossen als ein 3 Liter Benziner von BMW, AUDI un Co. Stimmt das?

    • Ein Diesel verbraucht wegen seines besseren Wirkungsgrades 20 bis 30 % weniger Brennstoff als ein Benziner von gleicher Leistung. Er produziert deshalb auch deutlich weniger CO2 als ein vergleichbarer Benziner. Am meisten CO2 produziert ein Batterieauto. Es hat den schlechtesten Wirkungsgrad und produziert das meiste CO2, weil die Batterien mit Strom aus Kohlekraftwerken aufgeladen werden, deren Wirkungsgrad schlechter ist, als der eines Dieselmotors. Man kann sie aber auch mit Atomstrom aufladen, aber kaum mit Solar- oder Windenergie, da deren Anteil an der Gesamtstromproduktion bislang verschwindend gering ist.

  2. Wenn es M. Turmes ernst meint, könnte er doch eine co2 Steuer von -, 20 cent auf Benzin und Diesel einführen. Damit läge der Spritpreis auf gleicher Höhe wie bei unseren Nachbarn, die Menschen würden weniger zum Tanken kommen = weniger Verkehr und weniger co2. Kleine Lösung mit großer Wirkung;)

    • Und der Kleinverdiener hierlands, der auf seinen Pkw angewiesen ist, um sich zur Maloche zu begeben wird’s Ihnen danken. Er hat zwar dann weniger im Geldbeutel, fahren muss er jedoch weiterhin.

    • Toller Vorschlag!!! Und wenn möglich die Benzinpreise stündlich zu verändern wie in D., keine einheitlichen Preise der verschiedenen Benzingesellschaften, sodass die Jagd um den günstigsten Preis losgeht. Hören Sie mir bloß auf, derartige Ratschläge raus zu posaunen! Fangen Sie mit gutem Beispiel an und tanken Sie beim Nachbarn!

  3. Also, ich hab das jetzt endlich verstanden. Turmes will die Steuern für Luxemburger und auch den Dieselpreis erhöhen, weil die Lastwagen dann 30 km weiter in Belgien tanken und einfach nur hier durchfahren. Weil wir dann mehr Steuern zahlen müssen, produziert ein in Belgien betankter Laster viel weniger CO2. Unsere Steuern beeinflussen den Motor des LKW auf eine vorher unbekannte, von Turmes entdeckte Weise. So einfach ist das. Es liegt klar auf der Hand und müsste jedem sofort einleuchten!

    • Glauben Sie ja nur nicht, welche SUV-Fahrer Sie da vor sich haben! Einer meiner Nachbarn hat einen, er ist seit Jahren arbeitslos, und ihre 150€ pro Jahr sind für ihn ein Klacks, denn seine Lieblingsbeschäftigung ist SUV-Fahren. Und wenn er nicht damit fährt, lässt er vor der Garage den Motor laufen und kommt alle Viertelstunde raus um mal kräftig Gas zu geben. Eher gewöhnt der seiner vollzeitarbeitenden Frau und seinen Kindern das Essen ab.

    • Jemand der einen SUV fährt der schert sich einen Dreck um 150€. Der Dumme wird der kleine Spießer sein und der Turmes ist dabei sich sein politisches Grab zu schaufeln. Luxemburg ist nicht USA oder Frankreich. Letztere bauen nämlich auf Wasserstoff.Der Batteriewahn hat bald ein Ende,oder zwei.

    • Et geet hei just em Statistik fir dem Här Turmes seng Akten. Deier Akten allerdéngs. Lo ass et och gläich verbueden de Wues ze méinen,an d’Motorrieder ginn beschlagnaamt.

  4. Et geet jo duer wa just deen Co2 an de Berechnunge vum Ausstouss berücksichtegt gëtt, deen och effektiv hei am Land produzéiert gëtt.
    Di dausenden vu Camionen, déi hei duerch kommen fir ze tanken stoussen hieren Co2 jo am Ausland aus.
    A schonn hu mer d’Statistik sou gedréit, dass mer proper dostinn.

    Gär geschitt

  5. Es ist sicher eine gute und notwendige Sache etwas gegen Luftverschmutzung zu unternehmen damit wir saubere Luft einatmen können. Wenn aber jemand behauptet der Mensch könne das Klima oder die Lufterwärmung beeinflussen dann soll er doch bitte einmal überlegen : vor der Erfindung der Dampfmaschine gab es auch schon Klimaveränderungen, ausserdem lebten früher sehr wenige Menschen auf unserem Planet und trotzdem gab es Klimaveränderungen.

  6. ….seinen SUV, seinen alten Ford Mustang oder Diesel oder Sonstwas verkaufen oder weniger fahren. Die wenigstens werden auf E Autos umsteigen, und diejenigen die einmal auf dem Nachhauseweg ohne Saft stehen bleiben weil sie im Winter die Heizung zu warm aufgedreht haben, steigen so schnell wie möglich wieder auf Diesel um. Soll der Turmes doch seine Steuererhöhung machen, dann sind wir den spätestens nach den nächsten Wahlen los. Die Steuererhöhung nimmt uns zwar keiner mehr weg .

  7. Es geht ausserdem nicht nur um Tanken. Sogar wenn der Treibstoff drastisch teurer würde,kämen die LKW’s trotzdem tanken. Bei einem 800 Ltr -Tank machen 10 Cent schon viel aus und wenn man dann auch noch Spirituosen und Tabak zum halben Preis bekommt macht das noch mehr Freude in Luxemburg zu “tanken”.
    Kaffee,Tabak,Hochprozentiges und sogar Butter ( Rose ) werden kiloweise abgeschleppt.
    Turmes prellt hier gerne die Staatskasse um einen Gedankenfurz zu retten der nur der Statistik dient.

  8. Bei den Nächsten Wahlen schwätzt ke mei vun dem H Thurmes an och net vun deinen Grengen
    dann huet och den dommsten verstann watt lass ass mat denen Grengen se sin vill besser an der opposition.

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