Vor knapp einer Woche statuierte der Präsident der Jury des „100,7 radiopräis“ und Programmdirektor von Radio 100,7 Claude Mangen in einem hauseigenen Interview: „Wa mir als ëffentlech-rechtleche Radio keng Hörspiller produzéieren, wien da soss?“

Auf diese rhetorisch formulierte Frage gibt es gleich mehrere Antworten, und zwar schon seit Jahrzehnten. Da wären einerseits die Produktionen aus dem Linster’schen Imperium, welche u.a. die heutige Generation Y (mehr oder weniger Freude bringend) begleitet haben, oder auch die luxemburgische „Openscreen asbl.“, die bereits 2008 in Zusammenarbeit mit Josy Braun ein Live-Hörspiel präsentierte. Diese ließ 2017 unter dem „Kappkino“-Format an mehreren Spielorten „Wou ginn Elteren nuets hin?“ aus der Feder von Claudine Muno als „Lauschterstéck“ aufführen, das im März im Düdelinger CNA vertont wird. Auch weist Radio ARA Erfahrung in genanntem Bereich auf, da schon derartige Projekte mit Jugendlichen durchgeführt wurden.

So bald wird es wohl keine „reinen“ 100,7-Hörspielproduktionen geben, denn bisher wurden die Preisträgertexte aus „pragmatischen Gründen“, wie Mangen gestern Abend betonte, nicht in der Avenue J. F. Kennedy aufgenommen, da dies ihn sowie zumindest einen Techniker zu lange vom Tagesgeschäft abhalte und die vorhandenen Studios noch nicht dafür ausgelegt seien.

Das klingt ganz danach, als könnte ein wirkliches Vorankommen durch mehr Zusammenarbeit verschiedener Akteure vereinfacht werden. Mal sehen, ob der Sender von derartigen Möglichkeiten Gebrauch machen wird.

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