Die Landwirte sind dafür bekannt, sich gerne mal zu beklagen. Das Wetter war nicht gut, die Preise sind zu tief, niemand will die Milch kaufen. Viele Betriebe überleben dank der Zuschüsse. Der Verkauf der Produkte alleine reicht nicht aus. Der Billig-Mentalität der Konsumenten sei Dank.

Doch anstatt sich zu beklagen, sollten die Landwirte dem Beispiel des Energiebauern aus Oberglabach folgen und Produkte herstellen, für die es eine Nachfrage gibt. Vor 15 Jahren sattelte er um und widmete sich der Herstellung von Holzschnitzeln.

Dieser Rohstoff ist wieder in Mode. Jahrhundertelang wurde in Europa fast ausschließlich mit Holz geheizt. Dies führte sogar so weit, dass es im 18. bzw. 19. Jahrhundert zu einer Holznot kam. Das Holz reichte nicht mehr aus, um alle Haushalte zu beheizen. In der Folge sattelte man auf Kohle um.

Heute sieht die Situation anders aus. Die Wälder wurden jahrzehntelang geschont. Sie hatten Zeit, sich zu regenerieren, von Holzknappheit ist heute keine Rede mehr. Diese Ressource sollte dann auch verstärkt genutzt werden.

Hackschnitzelheizungen sind, für größere Anlagen, eine Alternative zu Öl und Gas. Mit dem Kauf von Holzschnitzeln unterstützt man die lokale Landwirtschaft. Dies ist besser, als wenn das Heizgeld in die Taschen von Ölscheichs fließen oder die Kassen von diktatorischen Staaten füllen würde.

Energie vom Bauernhof: Vom Viehzüchter zum Hackschnitzel-Produzent

3 Kommentare

  1. Vor Jahrhunderten war die Bevölkerungszahl,sprich die Zahl der Haushalte,wesentlich geringer.Die Menge macht’s.Das ist unser Problem.Die Uhr tickt was den CO2 -Ausstoß anbelangt. Fossile Brennstoffe für Heizung müssen reduziert werden. Ein Baum(eine Schaufel Kohle) oder ein Liter Erdöl speicherten die Sonnenenergie Millionen Jahre lang und wir verheizen sie in einigen Minuten. Zu Heizzwecken müssen wir die Sonne und die Erdwärme anzapfen und,statt die dunkle Seite des Mondes zu erkunden,sollten wir diese Mittel für die Entwicklung der Kernfusion einsetzen. Wälder sind unsere zweite Lunge,wir sollten sie nicht schreddern.

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