Zahlen lügen nicht – und können erschrecken. Neun Motorradfahrer sind in diesem Jahr bislang auf den Straßen Luxemburgs gestorben. Die meisten von ihnen waren Ausländer, „Motorradtouristen“ aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, die offenbar von mancher schlechten Straße und scharfen Kurve hierzulande überrascht wurden.

Anscheinend genießen die Luxemburger „Pisten“ im Ausland einen legendären Ruf. Nicht nur wegen der malerischen Landschaft, sondern weil die Biker hier nach Herzenslust den Gashahn aufdrehen können, ohne (rechtliche) Konsequenzen fürchten zu müssen. Eine niederländische Zeitung bewirbt Luxemburg gar als „Motorradrennparadies ohne Kontrollen“. Macht unsere Polizei etwa nicht ihren Job?

Mitnichten. Sobald man die Grenze nach Luxemburg überquert, tauchen gut lesbare Tafeln am Straßenrand auf, denen aufmerksame Verkehrsteilnehmer die erlaubte Höchstgeschwindigkeiten entnehmen können. Und Schilder, die das Tempolimit angeben, stehen auch an den Landstraßen selbst.

Die Entscheidung, wie schnell eine Kurve genommen wird, liegt in erster Linie bei den Motorradfahrern selbst. Und dass Szenezeitschriften Biker nach Luxemburg einladen, damit sie ohne Knöllchengefahr „mal ordentlich Gas geben“ können, ist an Fahrlässigkeit und Zynismus nicht zu überbieten.

5 Kommentare

  1. @Don Promillo. Nomen est omen ! Wie soll die luxemburgische Polizei denn gegen ausländische Zeitschriften vorgehen ?? Das bleibt aber Ihr Geheimnis ! Lediglich kann sie tun dass deren Geschreibsel heiße Luft sind sich und erst Recht auf Motorradkontrollen festschiessen !

  2. Es ist ja klar, dass unsere kurvenreichen und hügeligen Strassen eine Riesenherausforderung für Flachlandtyroler sind. In den Niederlanden laufen die meisten Strassen kilometerweit schurgerade. Und die Polizei ahndet sehr aktiv Geschwindigkeitsübertretungen mit hohen Geldstrafen.

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