Ein bisschen fühlt man sich schon an den Film „Groundhog Day“ mit Bill Murray erinnert. Denn irgendwie hat man den Eindruck, den gestrigen Tag schon mal erlebt zu haben. Vor etwas mehr als sechs Monaten wurde bereits eine Pressekonferenz einberufen, weil die Nachricht kursierte, man gedenke nicht, die Verträge von Janina Strötgen und Andreas Wagner zu verlängern, und wolle die Posten neu ausschreiben.

Was damals dann mithilfe einer sechsmonatigen Kontraktverlängerung bestenfalls wie ein etwas feiges Vertrösten des Endes einer Zusammenarbeit, schlimmstenfalls wie ein Ausnutzen zweier Personen, die man zur Vermittlung des Wissens über das Bid Book noch ein wenig ausbeuten wollte, wirkte, ist nun die etwas bittere Realität. Bürgermeister Traversini redete von einem „ganz normalen Werdegang“, in ihrer Pressemitteilung erwähnen Janina Strötgen und Andreas Wagner ein Projekt, dessen politische Unabhängigkeit gefährdet sei.

Vor allem versteckten sich die drei Bürgermeister hinter der Konturlosigkeit ihrer Aussagen – und bleiben uns viele Antworten schuldig.

Wie viel Verspätung das Projekt nun noch bekommen wird, wie schwierig es für die Nach folger sein wird, die Vorhaben in dem nicht von ihnen aufgestellten Bid Book umzusetzen, wieso genau man das Duo Strötgen/Wagner herabgestuft hat, wieso man den beiden nicht eine ähnliche Position vorgeschlagen hat, wie sehr diese Entscheidungen rein (lokal-)politisch sind und wo die Kultur in all dem bleibt – all diese Fragen hängen nun wie zig Damoklesschwerte über einem Projekt, für das solche Unruhen immer fataler werden.

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