Die Zukunft des letzten Escher Traditionskinos ist längst zum Politikum geworden. Die neue Mehrheit, die in ihrem Koalitionsabkommen das Ariston noch erhalten wollte, hatte Ende November 2018 beschlossen, das Gebäude dann doch nicht zu kaufen, weil die Renovierung zu teuer werden würde. Die Stadt hätte aber die Möglichkeit gehabt, das Ariston über den neuen PAG oder durch eine Anfrage bei der Denkmalschutzbehörde zu schützen. Doch stattdessen hat sie das Gebäude zum Abriss freigegeben.

Es war ein privater Investor, der daraufhin einen Antrag beim Kulturministerium gestellt hat, um das Ariston zu klassieren, und sich damit nun ausgerechnet mit der vermeintlich unternehmerfeindlichen linken Opposition verbündet hat, die das Ariston ebenfalls erhalten will.

Im Hinblick auf „Esch 2022“ ist es unverständlich und unverantwortlich, dass die politische Mehrheit aus CSV, DP und „déi gréng“ in Esch den Abriss des Ariston aus finanziellen Gründen befürwortet, aber stattdessen die gleiche Summe in ein Lokal investiert, um Verwaltungen unterzubringen, die eigentlich schon Räume haben.

Selbst wenn der Schöffenrat das Ariston nicht selbst kaufen will, könnte die Stadt das Gebäude doch einem Privatinvestor überlassen, der sogar noch ein Nutzungskonzept parat hat, auch wenn die Immobilie dann an Marktwert verliert.

Denn das Letzte, was eine Gemeinde tun sollte, ist, sich daran zu beteiligen, die Immobilienpreise in ihrer Stadt noch weiter in die Höhe zu treiben.

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