Großbritanniens Regierungschefin Theresa May findet, ein ungeordneter Brexit wäre kein “Weltuntergang”. Da werden die meisten Iren widersprechen, sowohl die im Süden wie die im Norden. Denn ein Ausstieg Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen würde quasi über Nacht wieder eine harte Grenze entstehen lassen auf der Grünen Insel. Und so etwas weckt bei den Iren Erinnerungen an dunkle Zeiten.

Die innerirische Grenze wurde während des Nordirlandkonflikts streng kontrolliert, mit allen Schikanen auch für normale Bürger. Das ging von unendlich langen Wartezeiten bis zu regelrechten Demütigungen. Nicht zu vergessen ist der wirtschaftliche Schaden, den eine solche Grenze nach sich ziehen würde.

Doch die Zeit drängt – und die Antworten fehlen. Wobei, eigentlich liegen die Antworten parat. Nur will keiner der Brexiteers sie laut aussprechen, es käme nämlich dem politischen Selbstabschuss gleich. Denn es ist und bleibt so, dass eine offene Grenze zwischen den beiden Irlands nichts anderes bedeuten würde, als dass es keinen Brexit geben kann. Das Vereinigte Königreich kann nicht aus der Zollunion austreten (was die Brexiteers wollen) und gleichzeitig eine offene Grenze in Irland beibehalten (was sie vorgeben zu wollen).

Denn wo Zölle gelten, muss es Kontrollen geben, sonst machen sie keinen Sinn. Das ist die Zwickmühle beim Brexit, aus der es keinen Ausweg gibt. Und die wieder einmal zeigt, wie sehr das Schicksal der Iren und Nordiren London einen Dreck schert.

4 Kommentare

  1. Wann keen nei’en Referendum, dann eng Regierungskriis mat Neiwahlen !

    Bei engem Referendum missten 60% dofir sinn .

    Teschend 40-60% bleift den Statusquo !

  2. se wollten de Kacka, da sollen sie en och kréien.
    Éch froen méch souwiesou firwat sou laang verhandelt gët.
    Se sollen einfach e Schlussstrich zéihen a faerdég.
    Et wiir zwar sauer fir all d’EU-Bierger op der Insel, mee déi kéinten jo dann duer UK-Bierger déi an der EU sin ersaat gin.

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