Die DP hat sich auf ihrer Jagd nach Wählerstimmen auch auf die Suche nach der Luxemburger Identität gemacht. Dabei fallen einem zwei Dinge auf. Erstens: Die Partei hat sich nicht die geringste Mühe gegeben, zu untersuchen, was die luxemburgische Identität ist. Sie hat eine Reihe von generischen Schlagwörtern in ein Programm geschrieben, die eher eine Zielvorstellung als eine wirkliche Bestandsaufnahme sind. Nation Branding statt Ehrlichkeit. Warum sollen sich Touristen in Luxemburg unter die Leute mischen, das wahre Luxemburg erleben, wenn sie sich in Zukunft einfach in einem inszenierten “Flagship-Store” informieren können?

Zweitens: Die Partei meint, wenn sie Identität sagt, vor allem Sprache. In Pflegehäusern soll Luxemburgisch gesprochen werden, die Rolle des Luxemburgischen in den Verwaltungen soll untersucht werden und Computer sollen in Zukunft Luxemburgisch sprechen. Das Thema Sprache verdient es tatsächlich, dass die Politik sich damit auseinandersetzt. Immerhin ist es ein Thema, das vielen Bewohnern und Wählern unter den Nägeln brennt und mit dessen Tücken die Menschen in Luxemburg tagtäglich konfrontiert werden. Sei es in der Schule, bei der Arbeit oder im Supermarkt.
Das Thema allerdings mit dem Schlagwort “Identität” zu würzen und ein “Lëtzebuerg”-Haus vorzuschlagen, ist einfach nur fantasieloses Wahlkampfgetöse.

5 Kommentare

  1. Die DP hat die Quadratur des Kreises entdeckt oder das Ei des Kolumbus neu erfunden. Sie merkt, dass wir in Luxemburg leben, eine eigene Sprache haben und dass es hier viele Ausländer gibt. Das was die Liberalen in ihrem Wahlprogramm vorschlagen, leben die Luxemburger seit Jahrzehnten, jeden Tag. Das ist gelebte Demokratie die ohne demokratische oder liberale Gebrauchsanweisung auskommt.

  2. Leider ass eis Identite’t schon am Gaang ze verschwannen.Wann ech “ee Pond Brout w.e.g” beim Bäcker froen,kreien ech oft gesot “comment?” oder haiansdo mei frendlech “en francais svp”.Ech denken dass do einfach kee Wöllen ass,fir Letzebuergesch ze schwetzen,och wann een hai am Land schafft.Mir hun eis schliesslech op d’Frontalieren ze adapte’eren.Wann eng Vendeuse oder e Vendeur..pardon:Verkeefer(in) beim Bäcker “ee Pond Brout” net versteht…oder wöll net verstoen..dann ass dat jo gewollt,obschon dat zegmol am Dag gefrot get.An domat geht et schon un…..Et ass villen Auslänner einfach esou laang wei breet wei et mat eiser Sprooch ass.Mais ech muss soen dass ech gemierkt hun bei Flüchtlingen aus Syrien (mir hun der vill am Duerf) sech drun gin fir e besschen Letzebuergesch ze schwetzen,wat ganz positive ass.Mais eis Frontaliers machen just de Geck mat eis.Les cons de Lulus… an domat soen ech :DP ass nieft der Schinn.Alles nemmen Gebraddels virun de Wahlen.

  3. Dann kann ja mir einer Sagen wer von Gambia Fantasie hatte, ausser den Schaffenden zu beklauen und zu
    betrügen, nun auf einmal will jeder nur noch das gute für den Normalverbraucher, um nach dem 14.Oktober
    noch einmal mit neuen Sauereien fortzufahren.Nein Danke diese Gambia hat mich genug betrogen Gambia hat es nicht einmal fertiggebracht die am schlimmsten wahren, von den Listen zu nehmen .Mann braucht nur an das Gesundheitswesen zu denken.

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