Der Kalte Krieg lebt. Auch heute noch. Und zwar auf der Koreanischen Halbinsel. Heute auf den Tag genau ist es 65 Jahre her, dass ein Waffenstillstandsabkommen zwischen dem Norden und dem Süden geschlossen wurde. Doch der Krieg ist nicht beendet, weil kein Friedensvertrag unterzeichnet wurde.

Bis zum Waffenstillstandsabkommen war der Koreakrieg einer der blutigsten „heißen“ Konflikte des Kalten Krieges. Die Auseinandersetzung kostete 4,5 Millionen Menschen das Leben. Ein Drittel davon waren Zivilisten. Ein absurder Krieg. Denn am Ende waren die Grenzen wieder die gleichen. Seitdem mangelte es nicht an beidseitiger Kriegsrhetorik und bewussten Provokationen.

Aktuell stehen die Zeichen auf Entspannung. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieser Zustand schnell wieder kippen kann. Insbesondere weil sowohl Nordkoreas Leader Kim Jong-un als auch US-Präsident Donald Trump, ein Verbündeter Südkoreas, unverbesserliche Hitzköpfe sind. Ein kleiner Funken reicht und das Ganze droht zu explodieren.

Diplomatische Bemühungen sind deshalb angesagt und von größter Wichtigkeit. Denn ein neuer „heißer“ Krieg könnte viele Opfer auf der Halbinsel bedeuten und weltweite Auswirkungen haben.

Auch wenn es die Südkoreaner gelassen sehen. Denn sie haben gelernt, in den vergangenen 65 Jahren mit der Bedrohung aus dem Norden umzugehen. Doch über das Gefahrenpotenzial sagt das wenig aus.

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