Die Szene der Museumseisenbahnen in Europa ist alive and kicking. Und in Luxemburg gibt es einen der schönsten Standorte des Genres, den Fond-de-Gras, wo gleich zwei Bahnen, der normalspurige Train 1900 sowie die schmalspurige Minièresbunn Dhoil, aktiv sind.
Der Verein 1604 Classics, der etlichen CFL-Veteranen wieder zu neuem Leben verholfen hat, sorgt ebenso in Gras regelmäßig für eine zünftige Show.

All dies wäre undenkbar ohne den unermüdlichen Einsatz von ein paar Dutzend Freiwilligen, die Zehntausende von Arbeitsstunden darauf verwenden, aus Schrotthaufen wieder voll betriebsfähige Maschinen zu machen. Am Sonntag konnte das Publikum eine Reihe von herrlich restaurierten Dieselloks in Aktion bewundern.

Doch all ihr Idealismus wäre zwecklos ohne die Unterstützung durch die öffentliche Hand. Wobei im Kulturministerium viel zu lange das Dogma herrschte, dass nur Burgen, Kirchen und Bauernhöfe bewahrenswert seien.

Erst Kulturminister Robert Krieps verhalf in den 1980erJahren beim “Service des sites et monuments nationaux” der Einsicht zum Durchbruch, dass es Lokomotiven, Bergwerke und Hochöfen ebenso verdienen, erhalten zu werden.

Besonders erfreulich ist im Übrigen der Umstand, dass in Gras viele junge Cheminots bereitstehen, um die Arbeit der Gründergeneration fortzuführen.

1 Kommentar

  1. Eine lobenswerte und nachahmenswerte Initiative! Ein grosses Lob diesen eifrigen Freiwilligen, ihrem Idealismus gebührt Hochachtung.
    Die Freilegung und der Wiederaufbau der Walferdinger Raschpötzer z.B. geht ebenfalls auf die Initiative und den unermüdlichen Einsatz einiger Freizeitgeologen zurück. Und ähnliche Beispiele gibt es landesweit etliche, wo Privatpersonen ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben. So manche Gemeinden verdanken ihren rührigen ” Syndicats d’initiative” mehr als ihrem eigenen Einsatz.

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