In der Sportwelt ergeben sich die häufigsten Trainerwechsel, wenn eine der betroffenen Parteien unzufrieden ist. Der neue Judo-Nationaltrainer Alexander Lüdeke dagegen profitierte von einer frei gewordenen Stelle, da sein Vorgänger zum Sportdirektor avancierte. Es ist also nicht so, als hätte es der Deutsche bei seiner Ankunft vor zwei Wochen mit einem Scherbenhaufen zu tun gehabt. Dennoch kann diese Veränderung für die Kaderathleten nur positiv sein. Nach dem Karriereende von Manon Durbach fehlt mittlerweile das Aushängeschild, das die Delegation international anführt.

Diese Lücke füllt nun zum Teil eine gewisse Katharina Haecker, Nummer acht der Welt und Lebensgefährtin des Coachs. Sie startet allerdings für Australien und wäre derzeit auch schon für die Olympischen Spiele 2020 qualifiziert. Die Möglichkeit, mit solch einer Ausnahmesportlerin zu trainieren, dürfte für die Youngsters ein großer Ansporn sein. Bis möglicherweise einer der Luxemburger es auf die Stufe der Topsportlerin schafft, wird noch sehr viel Zeit vergehen. Dessen ist sich auch Lüdeke bewusst, der an zwei Baustellen gleichzeitig werkeln will: die Basis ausbauen und die Spitze verbessern.

Frischer Wind kommt in dieser Situation, in der es Luxemburg an einer Art Kapitän und Leitwolf fehlt, also gerade recht. Und wie man aus Judokas Siegertypen formt, das weiß Lüdeke.

Judo-Nationaltrainer Alexander Lüdeke: Über “Bekloppte” und die “Luxemburger Alpen”

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