Die luxemburgische Fußballnationalmannschaft hat zum Auftakt der Nations League Moldawien mit 4:0 besiegt. Es war der höchste Erfolg einer FLF-Auswahl in einem offiziellen UEFA-Wettbewerb und zugleich ein aussagekräftiger Beweis der Reife einer jungen Mannschaft.

Vor der Partie herrschte jede Menge Druck, der von der Öffentlichkeit, den Zuschauern, aber auch innerhalb des Teams aufgebaut wurde. Die Nations League ist die einmalige Chance, sich als kleine Nation für eine Europameisterschaft zu qualifizieren. Und das ist dann auch das Fernziel.

Erfolgsdruck kennt man gemeinhin nicht, wenn man in einer Nation aufgewachsen ist, in der Siege Seltenheitswert hatten und niemals ein Muss waren. Umso erstaunlicher ist es, wie es eine Generation von talentierten, aber auch noch sehr jungen Akteuren (Durchschnittsalter der Startelf: 24,36 Jahre) am Samstagabend geschafft hat, mit diesen neuen Gegebenheiten umzugehen. Sie haben ein Zeichen gesetzt. In Richtung Zuschauer, in Richtung Gegner und auch für sich selbst.

“Mentalität schlägt Qualität”, lautet eine allgemeine Fußballer-Weisheit. Nationaltrainer Luc Holtz hat das Glück, dass er derzeit eine Mannschaft leitet, die beide Eigenschaften besitzt und auf Nations-League-Niveau jeden Gegner schlagen kann – ob mit Mentalität oder eben mit Qualität.

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