Mo., 17. Februar 2020

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  1. GuyT /

    Es wird hier stillschweigend davon ausgegangen , dass E-Learning den Lernprozess bei den Schülern langfristig, also über die erste Begeisterungphase hinaus, nachhaltig verbessert. Die Studien hierzu sind alles andere als eindeutig(sofern sie nicht von der E Branche gesponsert sind). Professor Manfred Spitzer spricht von digitaler Verblödung und die Silicon Valley Ingenieure schicken ihre Kinder an möglichst computerfreie Schulen.
    Wenn Schüler im Leben scheitern ist, liegt dies sicherlich an mangelnder Web Kompetenz sondern weil sie komplizierte Texte schlecht lesen können, wenig Konzentrationsvermögen haben, nicht gut rechnen dh. z.B. zwar Excel bedienen können aber nicht die richtige Berechnungsformel erdenken können.

    • KTG /

      Manfred Spitzer ist ein Anti-Digital-Extremist und an Hypokrisie kaum zu übertreffen. Zwar möchte er Kindern (und auch Erwachsenen) die Benutzung jeglicher Bildschirme verbieten/ausreden, benutzt aber selbst für das Schreiben seiner Bücher ausgerechnet ein MacBook von der Firma “Apple”, die ja nun nicht gerade für a) Umweltfreundlichkeit b) Reparaturfreundlichkeit bekannt ist.

      Zwei andere Sachen sind aber auch wichtig:
      a) Smartphones und jeglicher Bildschirmkram ist von Kleinkindern fernzuhalten. Uns wächst gerade eine Generation heran, deren räumliches Auffassungsvermögen massiv geringer ist als das der vorherigen Generationen
      b) Gerade durch Smartphones, die ich als viel schädlicher als reine PCs betrachte, da der Bildschirm ungleich kleiner ist, ruinieren sich momentan Millionen Mitmenschen ihre Fingergelenke und ihr Augenlicht.

      • GuyT /

        Einen Buch-Text auf einem Computer zu tippen, hat überhaupt nichts mit der Thematik zu tun, nachdem der Bleisatz schon länger nicht mehr praktiziert wird. Zudem Apple ist nicht besser oder schlechter wie irgendein anderer PC-Hersteller.
        Fakt bleibt, dass die Lernschwierigkeiten der jungen Leute sicherlich nicht durch eine extreme Digitalisierung der Schule erreicht wird. Auch die Vorreiterschulen in Luxemburg wissen, dass die Digitalisierung in den Schulen zielgerichtet sein muss und allenfalls eine Ergänzung ist. So wurde leider nicht geschrieben in den hiesigen TB-Artikel, dass die Schüler der Ipadklassen selbstverständlich weiterhin(gottseidank) ein klassische Heft führen, in das sie weiterhin in Schreibschrift schreiben.

  2. de Schmatt /

    Wenn die Digitalisierung in den Schulen auf die Spitze getrieben wird, führt das unweigerlich zu einer Verblödung resp. Verdummung unserer Gesellschaft. Gezielt und fachgerecht eingesetzt, wird sie von grossem Nutzen sein. Es ist wie alles und überall im Leben, es gilt nichts zu übertreiben. Der goldene Mittelweg!

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