Selten konnte sich ein US-Präsident mit Unwissenheit auf so vielen Gebieten brüsten wie der derzeitige. Doch im Bereich Wirtschaft ist seine Ignoranz besonders beeindruckend.

Was sein betriebswirtschaftliches Können anbelangt, so ist er als der einzige Mensch bekannt, der es jemals fertiggebracht hat, mit einem Kasino Miese zu machen. Er, der self-styled Milliardär, hat etliche Pleiten aufs Parkett gelegt und seine Universität ist ebenso jämmerlich den Bach runtergegangen. Wohlverstanden erst nachdem er Tausende von Akademikern in spe um ihre Greenbacks erleichtert hatte.

Als Immobilien-Unternehmer zeichnete er sich besonders dadurch aus, dass er kleine und mittlere Handwerksbetriebe auf ihren Rechnungen sitzen ließ, was mehr als einen davon in den Ruin trieb. Da er die Expansion seines Imperiums vornehmlich auf Pump betrieb, dürfte sich sein persönliches Nettovermögen im Vergleich zu dem, was in Milliardärskreisen als anständig viel Geld angesehen wird, in ziemlich erbärmlichen Dimensionen bewegen.
Doch ist es auf dem Gebiet der globalen Wirtschaftsbeziehungen, auf dem Trumps Ignoranz geradezu nobelpreiswürdige Ausmaße erreicht.

Der Welthandel ist für ihn ein Nullsummenspiel: Was ein Land im Handelsaustausch mit einem anderen einnimmt, muss laut Trump dieses andere Land als Verlust verbuchen. Der Überschuss, den der Chinese in den Beziehungen zu den USA verbucht, wird dem rechtschaffenen amerikanischen Arbeitsmanne demnach auf heimtückische Weise abgeluchst.

So einfach ist das. Und so falsch.

Ihm ist zum Beispiel nicht beizubringen, dass seine Strafzölle nicht von den Fabrikanten aus dem Reich der Mitte berappt werden, sondern einzig und allein von den US-amerikanischen Endverbrauchern.

Was den Lebensstandard gerade der sozial benachteiligten Schichten, aus denen sich Trumps rabiateste und blindeste Anhänger rekrutieren, sinken lässt. Besonders der chinesische Plastikramsch aus dem Hard Discount wird ausgerechnet für jene Leute teurer, die sich derartige Preissteigerungen am wenigsten leisten können.

Die Chinesen haben zwar mittlerweile ihrerseits weitere Strafzölle auf US-Waren verhängt, doch versucht Peking nach wie vor, den Ignoramus aus dem Weißen Haus nicht unnötig zu reizen. Denn das würde alles nur noch schlimmer machen.

Chinesen wie Europäer hoffen derweil, dass die Midterm-Wahlen am 6. November dazu führen, dass der orangefarbene Fou-Furieux endlich in Ketten gelegt werden kann.
Doch stehen die Chancen, dass die Demokraten bei der Gelegenheit das Repräsentantenhaus erobern können, derzeit bei gerade mal rund 53 Prozent.

Kein Grund demnach, ruhig zu schlafen.

2 Kommentare

  1. Bis dahin hat er vielleicht noch ein paar Eseleien aufgetischt die ihm dann
    endgültig das Genick brechen. Wenn seine eigenen Regierungsmitglieder sich
    schon gegen ihn wenden,ist das ja auch schon ein Ausnahmezustand.
    Das hat Dabbeljuh noch nicht einmal fertiggebracht.Fest steht allenfalls,dass sich die Amerikaner
    mit der Wahl dieser Lachnummer gründlich blamiert haben.

  2. Hehe. Remember, remember , the 8th of Novembre.
    Ganz schön dicke Sprüche hier. Und am Ende heulen die ganzen arroganten ahnungslosen Attrappen hier und über See wieder Rotz und Wasser und wissen gar nicht , wie ihnen geschehen ist. Wo sie doch so klug und Trump so dumm ist.
    Hehehe , wetten dass….
    Trump ist der Grösste. Nackt steht ihr da…

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