Die gestrige Protestkundgebung der drei national repräsentativen Gewerkschaften OGBL, LCGB und CGFP im Dommeldinger Parc Hotel, an dem Ort also, wo vor ziemlich genau fünf Jahren bereits eine gemeinsame Kundgebung gegen das sogenannte Zukunftspaket der Regierung stattfand, hat verdeutlicht, dass die Salariatsvertreter es nach dem provokativen Auftreten der Arbeitgeber und ihres Sprechers Nicolas Buck – eines Mannes aus der Druckerbranche, dem die Bedeutung und die Wirkung von Worten eigentlich klar sein müssten – nicht hinnehmen wollen, dass das luxemburgische Sozialmodell inklusive Dreierverhandlungen scheitern soll.

Nachdem die UEL („Union des entreprises luxembourgeoises“) das „Comité permanent du travail et de l’emploi“ – ein Gremium, bei dem ebendie drei Gruppen Arbeitgeber, Gewerkschaften und Regierung zusammensitzen und so wichtige Entscheidungen treffen könnten – verlassen hatte, hatten OGBL, LCGB und CGFP den gestrigen gemeinsamen Protest beschlossen.

Nach dieser Reaktion räumte Buck zwar ein, man könne sich wohl noch treffen und dialogieren, verhandeln wolle man in der Konstellation aber nicht mehr, womit er bestätigte, dass den „Patrons“ nicht mehr am Luxemburger Modell gelegen ist.
Um dies zu verdeutlichen, meinte er gar noch, wenig Gentleman-like, die Arbeitgeber seien „40 Joer geféckt ginn“. Die Antwort folgte gestern Abend prompt: Die Luxemburger Gewerkschaftsbewegung lasse sich nicht „vum Patronat biischten“ – womit die Fronten wohl klar wären.

Den Bericht zur Protestveranstaltung finden Sie hier.

3 Kommentare

  1. ” Auftreten der Arbeitgeber und ihres Sprechers Nicolas Buck – eines Mannes aus der Druckerbranche”

    Normal, seine Branche ist dem Untergang geweiht, der Mann ist nervös.

  2. Also, was ist denn das für ein Niveau? Geht es nicht auch ohne diese pubertäre Sprache? Solche Ausdrücke haben wohl kaum eine besondere Wirkung. Es sei denn auf die, die keine andere Sprache verstehen oder deren Wortschatz äusserst beschränkt ist.

  3. Ech mengen den Nicolas Buck well just e bessen provozeiren fir Opmierksamkeet ze kreien an fir eng Diskussioun unzestoussen. De letzebuerger Sozialmodel muss kontinueierlech iwwerschafft ginn, nemmen dann ass en net dem Ennergang geweiht. A verschiddener Hisiicht gett zevill op d’Gewerkschaften gelauschtert, wat Index an Leinerheigungen am oeffentlechen Sekteur ugeet zb, an anerer Hiisiicht ginn Problemer komplett ignoreiert (Stau an Wunnengsnout zb), beid Saiten muss bereet sin oppen an eierlech ze diskuteiren…

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