Der seit Jahren schwer kranke 81-Jährige wurde am Montag ins Amerikanische Hospital in Neuilly-sur-Seine bei Paris gebracht, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf sein Umfeld berichtete. Es habe allerdings keinerlei Lebensgefahr bestanden. Am Abend sei Chirac wieder nach Hause zurückgekehrt.

Der konservative Politiker leidet seit längerer Zeit unter schweren Gedächtnisproblemen und tritt kaum noch in der Öffentlichkeit auf. 2005 hatte er einen Schlaganfall erlitten. Im November 2013 zeigte er sich zusammen mit Präsident François Hollande beim Festakt einer nach Chirac benannten Stiftung.

Chirac war von 1995 bis 2007 Präsident in Frankreich. Nach seiner Amtszeit wurde er als erster Ex-Präsident nach dem Krieg strafrechtlich verurteilt, weil er als Bürgermeister von Paris (1977-95) Parteifreunden aus Gefälligkeit mit Posten bedacht hatte.

dpa/Tageblatt.lu