Schengen ist nicht nur die Wiege des grenzenlosen Europa, seit jeher leben die Menschen an den beiden Moselufern rund um das malerische Luxemburger Dorf das bereichernde Miteinander vor. Und auch das neueste Projekt aus der Ideenschmiede im Dreiländereck klingt vielversprechend.

Es verbindet traditionelle Werte mit modernem Tourismus und einem Hauch Romantik, wie der Präsident des „Syndicat d’initiative Schengen“, Marc Schoentgen, vorausschickt.

Gemeinsam mit dem Sommelier, Hotelier und Gastronom Frederik Theis aus der Maimühle in Perl, gegenüber Schengen, bietet der Interessenverein im frisch renovierten Markusturm mit dem „romantischen Dinner“ eine echte Premiere an.

Ein neues Leben für den Markusturm

Sie sieht vor, dass Verliebte stilvoll im Hotel am deutschen Ufer nächtigen und im Kerzenschein köstliche Kanapees mit Luxemburger Crémant beim „romantischen Dinner“ in den historischen Gemäuern des ehemaligen Wachturms genießen – inmitten der Weinberge mit einem atemberaubenden Blick auf das Dreiländereck.

Die jetzt begonnene Kooperation bietet „eine weitere wunderbare Gelegenheit, dem Markusturm neues Leben einzuhauchen“, unterstreicht Schoentgen. Anfang Juni 2017 wurde der Turm, der mehrere Jahrzehnte leer stand und von 2016-2017 umfassend renoviert wurde, der Öffentlichkeit als einzigartiger Veranstaltungsort wieder zugänglich gemacht.

Der Markusturm

Der oberhalb von Schengen herausragende Markusturm ist ein aus dem Mittelalter stammender Wehrturm. Zwischen 1933 und 1936 wurden die Weingärten an den Hängen rund um Schengen neu strukturiert, 1936 wurde das rund 20 Hektar umfassende Areal „Markusberg“ getauft, in Anlehnung an seinen Schutzpatron, den Heiligen Markus. Noch heute ziert die Statue des Schutzheiligen neben dem Wehrturm die bekannte Weinlage an der Mosel.
So vielversprechend der Neuanfang durch die Umstrukturierung der Parzellen Mitte der Dreißigerjahre war, so glanzlos verlief die Geschichte des Markusturms zugleich. Mehrere Jahrzehnte stand er leer, es gab Pläne, ihn auszubauen und daraus eine Art Herberge zu machen. Allerdings wurden diese nie umgesetzt.
Erst 2016 wurde seiner Geschichte ein neues Kapitel hinzugefügt. Das örtliche „Syndicat d’initiative“ leitete eine umfassende Renovierung in die Wege. Zwei Jahre harte Arbeit später erstrahlte die einstige Ruine am 2. Juni 2017 in neuem Glanz.

Die Kulisse des Turms ermögliche außerdem interessierten Weintouristen, „das Besondere“, wonach sie suchen, inmitten der Weingärtenlandschaft zu finden, und die Möglichkeit, etwas „Einzigartiges zu erleben“, so der SI-Präsident weiter. Für dieses Erlebnis sorgen neben dem romantischen Dinner auch Weinwanderungen zum ehemaligen Wehrturm. Bei einer lehrreichen geführten Wanderung entdecken Gäste und Einheimische die Region, den besonderen Weinbau an den Moselhängen des Markusbergs, bevor sie sich bei der anschließenden Weinprobe am Ziel im Turm edle Tropfen aus Luxemburg, Deutschland und Frankreich auf der Zunge zergehen lassen und regionale Snacks dazu genießen.

“Weintouristen – Botschafter der Region”

„Das Interesse an der Kultur und am kulinarischen Angebot ist groß“, führt Hotelier Frederik Theis aus. Doch nicht nur eine Erweiterung des Hotelangebots bewegte ihn zur Kooperation mit den Nachbarn aus Luxemburg, sondern auch seine Familiengeschichte spielte eine gewichtige Rolle in diesem Zusammenhang. Theis’ Großeltern stammen aus Schengen und bauten den Familienbetrieb aus, den er mit Frau Edyta seit 2009 in vierter Generation führt.

Die tiefe Verwurzelung mit dem Dreiländereck brachte Theis schon früher auf die Idee, Weinwanderungen dort zu organisieren, die auch am Markusturm vorbeiführten. Denn „Weintouristen sind nicht nur Kunden, sondern auch Botschafter der Region“, erklärt Theis, der sich jetzt umso mehr über die neuen Angebote rund um das romantische Dinner und die Weinwanderungen freut.

Darüber hinaus bietet der Markusturm Touristen und Einheimischen einen einmaligen Rahmen für Verkostungen von hiesigen Weinen. „Wein steht für Geselligkeit, für schöne und gemütliche Momente“, sinniert Marc Schoentgen. Wo könne man sie besser als im Markusturm genießen, fragt er rhetorisch.

An diesem sonnigen Sommertag lassen die Kulisse rund um den Wehrturm und die schmackhaften Grüße aus der Küche keine Wünsche offen, so dass man geneigt ist, dem wohlwollenden Ton des Präsidenten ohne Einwände zuzustimmen.

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