Es war kurz nach Sonnenaufgang, als Leben auf die Baustelle kam. Schwarze und weisse Männer in gelben und orangen Jacken tauchten auf und kurz drauf erklang das Aufbrüllen der Baumaschinen, Traktoren, Planierraupen und Bagger und einer schrie „Vorsicht, sie kommen“ und schon herrschte emsiges Treiben auf einer dieser Baustellen, auf denen gebaggert wird, damit die Autofahrer demnächst schneller und stressfreier zum Arbeitsplatz gelangen. In ein paar Jahren werden sich ihre Arbeitsplätze verlagert haben, damit notgedrungen die alltäglichen Staus, so dass der jetzt erweiterte Kreisverkehr wieder zurück gebaut werden muss und die Kühe wieder näher ans Geschehen, sprich Strassenrand, rücken können.

Leise blubbernd kämpfte sich der Kodiaq RS durch den Kreisverkehr, mit seinem imponierenden Körperbau konnte er sich mühelos gegen den Pulk der kleinen SUVs und Crossover-Pimmel durchsetzen, denn bekanntlich geht es im Luxemburger Stoss-Verkehr um Grösse und Lautstärke. Beim Kodiaq RS stimmt die Musik, sie klingt wie das Röhren eines Sportwagens, besonders im „Sport“-Modus, dabei arbeitet unter der Haube ein Zweiliter Diesel, ein sehr munterer Geselle mit 240 PS, mit Siebengang-Automatik über intelligentes Allrad auf die Strasse gebracht.

Ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk mit aktiver Dämpferreglung kann man bei Zeitlupentempo im Kreisverkehr natürlich nur ansatzweise erahnen, dann macht man es sich eben in den sportlichen Ledersitzen gemütlich und geniesst die Aussicht aus hoher Sitzposition. “Typisch Skoda, murmelte meine Oma mit den Springerstiefeln und legte das Faltblatt „Space Mining im Dritten Alter – Wir kaufen Ihre Goldzähne“ zur Seite. „Fabelhaft Platz und so komfortabel wie gehabt, lobte sie. Skoda weiss immer wieder zu begeistern.“ Und auch eine dritte Sitzreihe kann man anbringen, erklärte ich ihr, worauf sie einwarf: „Da sitzt man wie einst im Ciné de la Cour, nur ohne Flöhe!“

Es ging dann auf die Autobahn und nachher auf die Landstrasse. Hier zeigte sich der RS Kodiaq wohltuend antrittsstark, ausdauernd und agil, seine Lenkung, die mit steigendem Tempo immer strammer wird, ist ein Genuss, die Aufhängung wird hohen sportlichen Ansprüchen gerecht. Obwohl, für den strammen Auftritt auf kurvigen Strassen ist er nicht konzipiert, aber allein schon sein Durchzugsvermögen mit einem Drehmoment von 500 Nm ist die Reise wert. Bei dem Leistungsvermögen und dem Fahrkomfort nimmt man gerne die 7-8 Liter Diesel in Kauf, die der Zweiliter verbraucht. Natürlich Euro 6d-TEMP konform mit Oxydationskatalysator, Dieselpartikelfilter und SCR-Kat für Abgasnachbehandlung. Ätsch!

1 Kommentar

  1. Wie könnt Ihr den Leuten noch solche Autos vorstellen wo keiner weiss wie lange man noch damit fahren darf, und wenn wieviel Steuer die Grünen Diktatoren dafür abverlangen?

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