Die E-Autos sind auf dem Vormarsch, wenn auch nur im Konzept-Stadium, während die wenigen aktuellen derzeit auf dem Markt verfügbaren Autos mit reinem Elektroantrieb noch immer ein Nischendasein fristen, was nicht zuletzt auf deren hohen Anschaffungspreis, immer noch ungenügende Reichweite und hohe Ladezeiten zurückzuführen ist. Doch es gibt Fortschritte, die Hersteller arbeiten mit Hochdruck an vergrößerter Autonomie und kürzeren Ladezeiten.

Kein Wunder, dass sich immer mehr Hersteller zum Plug-in-Hybrid bekennen, man ladet zu Hause auf und kann während der Fahrt bei schwindender Batterieleistung auf einen kleinen Benzinmotor vertrauen, in den seltensten Fällen einen Diesel, um wieder Leben in die Bude zu bringen. Bei größeren Fahrzeugen setzt man vermehrt auf „Mild Hybrid“, hier unterstützt eine 48-Volt-Batterie bei Start und gemütlichem Dahingleiten, doch die letzte Lösung kann dies nicht sein im Bestreben, den Schadstoff-Ausstoß, sei es bei Diesel oder Benziner, nachhaltig zu senken.

Mit anderen Worten wir werden noch eine geraume Zeit Diesel oder Benzin fahren und sollten uns von heute auf morgen nicht auf sensationelle Fortschritte oder Durchbrüche in Sachen E-Mobilität einstellen, zumindest nicht beim individuellen Personentransport und schon gar nicht zu einem einigermaßen vernünftigen Preis für ein Kompakt- oder Mittelklasse-Auto.

E-Autos in der Warteschlange

An elektrischen Prototypen und Concept Cars fehlte es in Genf beileibe nicht. Fast jeder Hersteller, von Audi bis Polestar über Seat, VW oder Peugeot, hatte ein E-Mobil der Zukunft mitgebracht, am Audi-Stand waren während der Pressetage nur E-Konzepte oder Hybrid-Autos zu bewundern. Bei Toyota und Lexus ist Hybrid zum zweiten Vornamen geworden, sogar Sportwagenhersteller experimentieren mit E-Antrieb und man zeigt der staunenden Öffentlichkeit, wie attraktiv, langweilig oder beklemmend die automobile Zukunft einmal sein wird.

In Genf gab es einen Haufen Weltpremieren, was aber nicht heißen soll, dass diese Autos nicht schon seit einiger Zeit bekannt oder gar unterwegs sind. Im besten Fall sind es Facelifts bestehender Modellreihen, mit neuen stilistischen Elementen, Formen, geänderten Leuchteinheiten, neuem Kühlergrill. Wer ein Erfolgsmodell am Markt hat, wird sich bei einer Neufassung dieser Baureihe davor hüten, allzu brutal ein bewährtes Design zu verunstalten.

Doch auch so hatte Genf seine Attraktionen, obwohl eine Handvoll Marken den Weg zum Genfer See gar nicht erst angetreten hatten. Beispiel Jaguar, dessen I-Pace am Vorabend der Pressetage zum „Auto des Jahres“ gekürt worden war. Es ist das erste E-Auto, das sich mit diesem Titel schmücken darf und ein Signal an den Rest der Branche, konsequent diesen Weg zu gehen.

3 Kommentare

  1. Den Diesel an den Bensinn get vedammt, an mat Taxen beluegt datt et net mei’ schei’n ass !
    De Bierger kann jo blechen. Zemols dei’ di keng aaner Meiglechkeeten hun !

    Mee waat ass dann mat dem Fliegerkerosin an dem Scheffs-Schwei’erueleg ?
    Dei’ machen mei’ Pollutio’un wei all Auto’en vun der ganzer Welt !

    Manner Fliegerreesen an manner Croisi’eren, an manner Wueren aus Iwersee !

  2. Werden Auch Autos für Otto Normalverbraucher vorgestellt? Und was bedeutet überhaupt ” einigermassen vernünftiger Preis ” ? Das Ganze erinnert an eine Textilmodeschau bei der auch nur extravagante Kreationen zu unerschwinglichen Preisen einer exklusiven Kundschaft vorgeführt werden. Wie sagte meine Mutter selig? ” Wer hat der hat ! “

  3. Normalverbraucher werden verdrängt von immer größeren, unsinnigen Allrad Hypriden mit immer mehr Power und Höchstgeschwindigkeit um im Stop and Go im Stau Verkehrsraum zu fressen.
    Vielleicht werden die bald Off Road fahren am Stau vorbei im UNESCO Biosphärenreservat.

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