Neben leichten optischen Veränderungen innen und außen ist Mazda vor allem seinen Motoren zu Leibe gerückt, hat beim Diesel den Hubraum von 1,5 au 1,8 Liter vergrößert und Benzinern wie Diesel mit aufwendigem Hitze- und Kühlmanagement ein Euro-6d-konformes Abgasverhalten beigebracht, das ohne Beihilfe wie Harnstoffeinspritzung oder Benzin-Partikelfilter auskommt. Weniger Verbrauch bedeutet weniger schädliche Abgase, vor allem beim Kaltstart sollen diese Motoren schneller auf Temperatur kommen, dank neu entwickelter Technik bei der Gemischaufbereitung störungsfrei ansprechen und mit optimaler Verbrennung zu erhöhter Leistungseffizienz und weniger Abgasen beitragen.

Das klingt sehr gut und fährt sich auch gut, sofern man es auf bequeme und komfortable Fortbewegung anlegt, ohne von diesen Motoren ein sportliches Ansprechverhalten zu erwarten, das bei der heutigen Verkehrssituation meist gar nicht mehr gebraucht wird.

Meine Oma mit den Springerstiefeln wollte sich damit nicht zufrieden geben. „Gib’ ruhig Gas, Junge, so lange die hier noch Siesta halten und rühr’ mal ordentlich den Schalthebel.“ Da sie zufällig in Andalusien unterwegs war, um an der Uni von Cordoba historische Dokumente über die Herstellung arabischer Krummschwerter und allradgetriebener Katapulte zu durchforsten, hatte ich sie mit auf die Teststrecke von Marbella hinauf in die Berge und zurück nach Ronda genommen, wo man noch ordentlich Autofahren und nebenbei eine herrliche Landschaft genießen kann, von welcher der Kunsthistoriker und Literaturkritiker „Torre Molinos der Unbelehrbare“ einst begeistert geschwärmt hatte: „Hombre, ist das schön hier.“

In der Tat, die Straßen in die Berge hinauf waren tadellos, die Dörfer entlang der Strecke lagen romantisch und weiß getüncht eng angeschmiegt an den Hügeln, es gab Verkehrsschilder, die Tempo 20, 40 oder 50 androhten und, dank eines Ausrasters unseres GPS, eine tolle Sicht auf die Arabische Brücke von Ronda. Wir kamen gut voran, vor allem in engen Kurven überzeugten die aufwendige Aufhängung und präzise Lenkung des CX-3, der in dieser Form zu den komfortabelsten und umgänglichsten seiner Kategorie gehört.

Bei Überholvorgängen sollte man allerdings einen soliden Anlauf nehmen, denn Durchzugsstärke und kraftvolles Zubeißen sind nicht gerade Stärken des CX-3, dessen 115 PS starker Diesel sowie die 121 oder 150 PS starken 2-Liter-Benziner vornehmlich auf unspektakuläres Ansprechverhalten im mittleren Drehbereich ab 2.000 Umdrehungen, niedrigen Verbrauch und entsprechend gutes Umweltverhalten getrimmt sind. Sie sind je nach Leistungsniveau kombinierbar mit manuellem Sechsgang-Getriebe oder mit Automatik sowie mit Vorderrad- oder Allradantrieb.

Für Luxemburger Autobahnen sehr zu empfehlen ist der Stauassistent, der automatisch dem Vordermann folgt und die notwendige Distanz einhält und sich auch nicht von den Weltmeistern auf der Bus- oder Pannenspur aus der Ruhe bringen lässt.

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