10. Januar 2017 18:48;Akt: 11.01.2017 16:33

Stille Größe

KüNSTLERPORTRäT

Bertrand Ney gehört zu den Künstlern, deren Arbeiten viele Menschen kennen, ohne zu wissen, wer dahinter steckt. Ein Porträt.

Den beeindruckenden Brunnen aus Rosa-Granit in der hauptstädtischen „Groussgaass“ hat wohl jeder schon gesehen. Auch die monumentale Skulptur am Hammer Krematorium kennen viele. Genauso wie das fünf Meter hohe Kunstwerk vor der „Banque Centrale“ auf Kirchberg.

Geschaffen hat sie Bertrand Ney. Ihm ist eine Konferenz gewidmet, die am Donnerstag, 12. Januar, im Cercle Munster stattfindet. Wir besuchten den Bildhauer und Maler im Vorfeld dieses Ereignisses in seinem Atelier in Berchem.

Vielleicht sogar etwas scheu

Bescheiden und still, vielleicht sogar etwas scheu. Der im französischen Rodemack geborene Bertrand Ney ist kein Künstler, der sich gerne selbst in Szene setzt. Wichtig für ihn ist allein sein Werk.

Seit mehr als 30 Jahren schon schafft er Skulpturen aus Marmor, Bronze, Granit und Beton. Viele von ihnen findet man im öffentlichen Raum wieder. Hierzulande und im Ausland. Sogar in China und Südkorea kann man Neys Stelen und Brunnen, einige bis zu 80 Tonnen schwer, entdecken.

Der Garten war’s

Mit einem freundlichen Lächeln öffnet uns Bertrand Ney die Tür zu dem alten Bauernhaus, das er seit langen Jahren bewohnt, in dem er nicht nur über ein geräumiges Atelier, sondern auch – gleich hinter dem Bauwerk – über einen enormen Garten, einen ehemaligen „Bongert“, verfügt.

Ideale Voraussetzungen für die Skulpturen aus verschiedenen Gesteinsarten und aus Beton, die der Künstler erschafft. „Als wir uns das Haus damals ansahen, habe ich gleich zu meiner Frau gesagt: Nein, in diese Ruine werde ich niemals einziehen. Aber als ich den Garten sah, es war mitten im Mai und die Bäume standen in voller Blüte, da war’s um mich geschehen.“ Bertrand Ney hatte damals das Richtige getan.

Ein großes Atelier

Auch wenn zunächst einmal jede Menge Arbeit anstand. Das Bauernhaus war in sehr schlechtem Zustand. Aber die Mühe hat sich schließlich gelohnt. Rasch gewöhnte sich die Familie – Vater, Mutter und zwei Söhne –, die zuvor in einem Appartement in Merl gelebt hatte, an die neue Situation.

Und der Künstler konnte sich endlich ein großes Atelier unterm Dach einrichten.

Das vollständige Porträt finden Sie in der Mittwochausgabe des Tageblatt (Print & E-Paper)

Francois Besch