Am Donnerstag wurde der bereits vielseits diskutierte luxemburgische Stand auf der Frankfurter Buchmesse eröffnet. Der 48 Quadratmeter große Stand stellt 57 von einer Jury auserwählte luxemburgische Werke auf der professionellen Messe vor.

In Anwesenheit einer Vielzahl an Schriftstellern und Verlegern wurde die Funktionstüchtigkeit des Standes auf den zwei ersten Events – ein Rundgespräch über die “Struwwelpippi”-Residenz (für Kinder- und Jugendbuchautoren) und eine vom Institut Pierre Werner organisierte, dreisprachige Lesung, die mit Samuel Hamen, Elise Schmit und Anita Gretsch (Claire Leydenbach) den Schwerpunkt auf die junge Generation legte – getestet.

Positive erste Reaktionen

In seiner Rede lobte Staatssekretär Guy Arendt sowohl die Vielsprachigkeit unserer Literatur wie ihre literarische Professionalisierung. Er betonte weiterhin die internationale Anerkennung, welche die luxemburgische Literatur in den letzten Jahren erreicht hätte und belegte dies anhand vom “Prix Goncourt de la poésie” für Anise Koltz und dem “European Union Prize for Literature” für Gast Groeber. Arendt unterstrich weiterhin die intensive Vorbereitungsarbeit der Koordinatorin Anina Valle.

Während bei dem anschließenden Umtrunk die ersten Reaktionen eher positiv ausfielen und man wiederum bemerkte, wie klein der Mikrokosmos der luxemburgischen Literatur doch ist, wird die wahre Arbeit seitens der Verleger in den Kulissen der Messe geführt – die luxemburgischen Verleger haben eine ganze Menge Termine mit anderen Verlagshäusern und hoffen, während dieser Meetings Interesse an ihren Büchern zu wecken.

Sowohl die Arbeit mit der Literaturagentin Ulrike Ostermeyer, die am 23. Oktober ein Debriefing mit den Verlegern, Organisatoren und dem Kulturministerium einberufen wird, um zu prüfen, wie diese erste groß angelegte Frankfurt-Erfahrung ausgefallen ist, wie auch der Lizenzkatalog, der 13 Werke (darunter “Larven” von Nora Wagener, “Kuerz Chronik vum Menn Malkowitsch sengen Deeg an der Loge” von Nico Helminger) für Übersetzungen empfiehlt, zeugen von einem Engagement, das nun nur noch seine Früchte tragen muss.

Ein ausführlicher und analytischer Bericht über die Buchmesse erscheint in der Montag-Ausgabe des Tageblatt.  

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