Im regionalen Kulturzentrum „opderschmelz“ hat das Team rund um den neuen Direktor John Rech die kulturellen Veranstaltungen der nächsten Monate vorgestellt. Auf dem Programm steht auch die angekündigte Retrospektive zum Künstler Dominique Lang.

„Mittlerweile haben wir unseren Arbeitsrhythmus gefunden“, meinte John Rech bei der gestrigen Pressekonferenz von „opderschmelz“. Seit März ist Rech neuer Direktor des regionalen Kulturzentrums. In den letzten Monaten seien seine Mitarbeiter und er zu einem neuen, dynamischen Team zusammengewachsen. Jedes Mitglied dieser neuen Zusammensetzung ist für einen anderen Bereich zuständig. Diese Vielfalt spiegelt sich im Herbst- und Winterprogramm wider, das mit Konzerten, literarischen Events, Theaterveranstaltungen sowie Konferenzen und Ausstellungen in den beiden Kunstgalerien aufwartet.

Foto: Isabella Finzi

Aus dem Veranstaltungsprogramm hervorzuheben ist die Ausstellung zum 100. Todestag des impressionistischen Malers Dominique Lang (1874-1919). Die Stadt Düdelingen hatte im letzten Dezember nach privaten Leihgaben gesucht. So wurden Meisterwerke ausfindig gemacht, die bisher noch in keiner Ausstellung zu sehen waren. Die bereits vierte Retrospektive soll vollständiger sein und die lokale Bevölkerung an das Leben und Werk des Malers heranführen – immerhin ist Dominique Lang der Namensgeber einer Galerie und Straße in der „Forge du Sud“.

Dominique Lang, Matin d’hiver, 1917 (Foto: Wikipedia, gemeinfrei)

Die Ausstellung „Dominique Lang und seine Zeit“ findet vom 19. Oktober bis zum 15. Dezember in den beiden Kunstzentren, in der Pfarrkirche und im „Centre de documentation sur les migrations humaines“ (CDMH) statt. Parallel dazu gehen verschiedene Redner in Konferenzen und in einem Rundtischgespräch (am 22.10., 5.11., 3.12. und am 10.12.) unter anderem auf die Familie der Langs, auf die Landschaftsmalerei jener Epoche und auf die Werke Langs in der Perspektive des Jugendstils ein. Bei der „table ronde“ wird über die „Stärkung des Erbes der bildenden Künste“ diskutiert.

Bei der neunten Ausgabe des „Touch of Noir“-Festivals (14.-23.11.) stehen Jazz- und Rockkonzerte, literarische Events mit Autorenlesungen und eine Konferenz mit Filmprojektionen des Kultregisseurs Tim Burton auf dem Programm. „De Schwaarze Wee“ heißt das neue literarische Programm beim „Touch of Noir“-Festival am 23. November.
Neben Buch- und Filmständen wird es verschiedene Lesungen sowie die Präsentation eines neuen Comic geben.

Jazz-Freunde können sich in den kommenden Monaten über jeweils eine Albumveröffentlichung von zwei luxemburgischen Künstlern freuen.

In einer ersten Zusammenarbeit zwischen „opderschmelz“ und „Atelier“ wurde angekündigt, dass der britische Sänger und Musiker Tom Rosenthal hierzulande auftreten wird. Bei dem Konzert am 30. November in Düdelingen wird der Songwriter von einem Gitarristen und einer Cellistin begleitet.

Kultur soll für jeden zugänglich sein und die Menschen zusammenbringen. Dieser Meinung sind die beiden Gemeindeverantwortlichen Bürgermeister Dan Biancalana und Kulturschöffe Loris Spina. „Düdelinger sollen mindestens einmal pro Jahr ins ’opderschmelz‘ kommen“, so Spina anlässlich der gestrigen Pressekonferenz. Ein Besuch des Kulturzentrums sei eine Möglichkeit, Menschen vieler Kulturen zu begegnen – und davon gebe es in Düdelingen so einige.


Programmauszug:

17.9.: Konferenz der Sängerin und Kabarettistin Adrienne Haan zur „entarteten Musik“ in der Zeit des deutschen Nationalsozialismus

5. und 6.10.: 19. Ausgabe der „fête des cultures“

16.10.: Jazz-Musiker Sascha Ley und Laurent Payfert präsentieren ihr zweites Album

19.10.-15.12.: Ausstellung „Dominique Lang und seine Zeit“ mit mehreren Konferenzen zum Thema

7.11.: Musical „Ritter Rost und das Gespenst“ für Kinder ab 5 Jahren

19.11.: Oedipe Redux, Zusammenspiel aus Jazz und Opernmusik

14.-23.11.: Interdisziplinäres Festival „Touch of Noir“

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der neugestalteten Internetseite des Kulturzentrums.

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