A Perfect Circle sind zurück

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Maynard James Keenan macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Während frustrierte Tool-Fans seit mehr als einer Dekade nach neuem Material dursten, interessiert sich der Sänger momentan mehr für Wein und Wrestling. Mit seinem zweiten Nebenprojekt Puscifer, in dem viel Platz für Rollenspiele und Scherze ist (das erste Album hieß „V is for Vagina“), ließ er vor knapp einem Jahr in der Rockhal einen Kampfring aufrichten, indem er dann sang, zwischen den Songs gab es skurrile Wrestling-Choreographien. Unverschämt dabei ist, dass Puscifers Musik trotz dieser optischen Skurrilität auch noch verdammt gut ist.

Frustrierte Tool-Fans?

Nun belebt Maynard sein erstes Nebenprojekt zu neuem Leben. A Perfect Circle sind eine Superband, die hauptsächlich von Billie Howerdel und Maynard angeführt wird, immer aber auch Mitmusiker der Smashing Pumpkins, der Queens of the Stone Age und von Primus mit an Bord hatte. Nach zwei tollen Alben, einem Cover-Album und einer weiteren Platte mit Remixen kündigte man die Schaffenspause an. 2010 kam man kurz wieder zusammen, um eine Best-Of und eine Live-Platte herauszubringen und Konzerte zu spielen – böse Zungen könnten behaupten, von A Perfect Circle gäbe es mehr Marketingmaterial (die Best-Of-Platte, die Live-CD, die Remixes, die Cover-Versionen) als Alben.

Zweites Comeback

Nach erneuter Auszeit ist die Band überraschenderweise wieder da, bringt sogar nächstes Jahr ein neues Album heraus. Die erste Auskopplung, „The Doomed“ ist vielversprechend. Der Track beginnt mit tribalen Drums wie aus einem Song von Ashes Divide (eine Band, die Billy Howerdel in der Auszeit von A Perfect  Circle gegründet hatte) klingt herrlich dunkel, alterniert harte Gitarren und ruhige, mit Glockenspiel verzierte Passagen, über die sich Maynards wunderbare Stimme legt und hört sogar mit eine von Maynards Schreieinlagen, die kurz und schmerzhaft an Tool erinnern, auf.

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