43 Menschen haben sich 2018 in Luxemburg mit dem HI-Virus angesteckt. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Aids-Überwachungskomitees hervor. Gegenüber dem Jahr 2017 ist das ein deutlicher Rückgang – damals wurden noch 60 Neuinfektionen verzeichnet.

“Erstmals seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgegangen”, teilt das Gesundheitsministerium mit. Es führt diese Entwicklung auf den neuen HIV-Aktionsplan zurück, der seit 2018 aktiv ist.

Die größte Abnahme verzeichnete das Überwachungskomitee bei heterosexuellen Männern (14 gegenüber 31 im Jahr 2017) und bei Drogenkonsumenten (4 gegenüber 10). “Der Ausbruch der Epidemie unter Konsumenten von intravenösen Drogen scheint damit gestoppt zu sein”, schreibt das Gesundheitsministerium.

Anstieg bei Homo- und Bisexuellen

Trotz der Einführung der Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) im Jahr 2017 ist es bei Homo- oder Bisexuellen zu einem leichten Anstieg bei den Neuinfektionen gekommen. Hier wurden 21 neue Fälle verzeichnet, 2017 waren es 15.

Bei der PrEP müssen Betroffene jeden Tag eine Tablette nehmen – kommt es dann zum Kontakt mit dem Virus, ist das Risiko einer Infektion um bis zu 85 Prozent geringer. Laut dem Infektionsspezialisten Vic Arendt ermöglicht PrEP Personen, bei denen ein hohes Infektionsrisiko besteht, dieses zu verringern.

In Kürze sollen HIV-Selbsttests in Luxemburger Apotheken verkauft werden, in einigen Monaten auch in Supermärkten.

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