Luxemburg will sich wissenschaftlich positionieren. Die Universität wächst und wächst. Die Weltraumindustrie wird politisch sowie wirtschaftlich vorangetrieben. Allerdings: Laut den Zahlenreihen des europäischen Statistikamts Eurostat ist Luxemburg das Land der EU mit den wenigsten Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen. Nur 25 Prozent der Arbeitnehmer in den Wissenschaften und im Ingenieurwesen waren 2016 weiblich.

Damit liegt das Großherzogtum weit unter dem EU-Durchschnitt. Unter den 1,7 Millionen Forschenden in der Europäischen Union wurden 2016 rund 60 Prozent Männer und 40 Prozent Frauen gezählt. In lediglich drei Mitgliedstaaten war die Mehrheit der Wissenschaftler und Ingenieure weiblich: Litauen (58%), Bulgarien (54%) und Lettland (52%). Am anderen Ende der Statistik lagen Luxemburg (25%), Finnland (28%), Ungarn (31%), Österreich (32%) und Deutschland (33%).

Nicht in allen Wissensbereichen verlässlich

Allerdings gibt Eurostat in einigen Wissenschaftsbereichen an, dass die Zahlen für Luxemburg bei den Frauen nicht verlässlich sind. In dem Nicht-EU-Land Norwegen sind rund 55 Prozent der Wissenschaftler und Ingenieure Frauen. Laut Eurostat sind Männer insbesondere im Bereich Produktion überrepräsentiert. Dort sind im EU-Schnitt 83 Prozent der Wissenschaftler und Ingenieure Männer. Im Dienstleistungssektor hält sich das Geschlechterverhältnis mit 55 Prozent Männern und 45 Prozent Frauen die Waage.

Noch nicht ausgeglichen ist die Situation an der hiesigen Universität. Mit Katalin Ligeti wurde in diesem Monat zum ersten Mal eine Frau Dekanin einer Fakultät an der Uni Luxemburg. Ligeti übernahm die Fakultät für Recht, Wirtschaft und Finanzen von ihrem Vorgänger Stefan Braum.

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