Der Druck der kommerziellen Versicherer auf die Gesundheitskasse CMCM wächst. Bessere Leistungen bei gleichbleibenden Beiträgen, der Einstieg in die Digitalisierung und eine Partnerschaft mit der Versicherungsgesellschaft “La Bâloise” heißen die Antworten der CMCM auf diese Herausforderung.

Wie die Zusatzkasse, der mittlerweile 133.600 Haushalte sprich mehr als 260.000 Mitglieder angegliedert sind, beziehungsweise deren Direktor Fabio Secci während einer Pressekonferenz unterstrichen, wurden während der “Journée CMCM”, die im Oktober über die Bühne ging, von den Mitgliedsvereinigungen eine Reihe Neuerungen angenommen. Das bereits vor einem Jahr angekündigte stärkere Engagement in der Präventivmedizin soll unter anderem fortgesetzt werden. Die finanzielle Situation sei gut, so dass auch ohne Anhebung der Beiträge zusätzliche Leistungen angeboten werden können.

Höhere Rückzahlungen

42 Millionen Euro wurden im Vorjahr (seit Juli gibt es bereits eine Reihe neuer Leistungen) an die Versicherten ausgezahlt, es sind dies rund 3,5 Millionen monatlich. 3,9 zusätzliche Millionen sollen laut Haushalt ab 2019 in die Leistungen gesteckt werden. Neue Mitglieder, die jünger als 30 Jahre sind, können nun zusätzlich ein ganzes Jahr von einer kostenlosen Mitgliedschaft profitieren; die Restmonate jenes Jahres, in dem sie sich anmelden, waren auch bislang gratis. Rehabilitation und funktionelle Rehabilitation werden nun während 360 statt 180 Tagen übernommen.

Weiter wird für Hörgeräte statt bisher 100 nun ein Beitrag von 200 Euro gezahlt. Ein Teil der Kosten eines Bluttests für Darmkrebs, von Impfungen für Hepatitis A und B, von therapeutischen Programmen zur Frühbehandlung von Burn-out und nun auch zur Behandlung eines Lipödems im zweiten Stadium (bisher wurde erst im dritten Stadium rückvergütet).

Zahnbehandlungen

Zahnimplantate werden künftig 25 Prozent stärker bezuschusst, bei orthodontischen Behandlungen wird der Zuschuss um 60 Prozent angehoben. Ein “Traitement parodontal” wird ab 1. Januar 2019 mit 1.000 statt 600 Euro/Jahr vergütet und die Anästhesie mit Lachgas für Kinder unter 14 Jahren wird künftig ebenfalls bezuschusst. Auch bei augenmedizinischen Eingriffen gibt es mehr Geld von der CMCM. So wird der Kauf einer neuen Brille (Gläser) jetzt mit 150 statt mit 100 Euro unterstützt.

Bei Laseroperationen gegen Kurzsichtigkeit übernimmt die Kasse nun 1.000 statt 500 Euro. Eine weitere Neuheit ist die Anwendung für smarte Telefongeräte. Eine sogenannte App kann ab sofort heruntergeladen werden und erlaubt zum Beispiel das direkte Einsenden eines Fotos einer Arztrechnung an die CMCM. Auch die Öffnungszeiten der Apotheken sind hier eingegliedert sowie eine Assistenzfunktion. Schließlich wurde noch auf eine neue Partnerschaft mit der Versicherungsgesellschaft “La Bâloise” verwiesen, die allerdings noch am Anfang steht und insbesondere bei Angeboten an Unternehmen beiden Partnern ein kompletteres Angebot ermöglichen soll.

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