Der Alzette-Zufluss “Kiemelbaach” ist verschmutzt. Das ist spätestens seit 2016 bekannt. Die genaue Ursache herauszufinden, gestaltet sich jedoch schwierig, sagt Umweltministerin Carole Dieschbourg.

In einer parlamentarischen Anfrage beschäftigt sich der Abgeordnete Gusty Graas mit der Wasserqualität der Alzette. Messungen hatten ergeben, dass der Zufluss “Kiemelbaach” wegen der Abwässer der Bauschuttdeponie bei Monnerich stark zu hohe Nitritwerte aufweist.

Dem Wasseramt liege derzeit nur eine vorläufige Version des Untersuchungsberichts vor, so Umweltministerin Carole Dieschbourg. Ohne den abschließenden Bericht aber könne sie zu der rezenten Untersuchung nicht Stellung beziehen.

Zu viel Nitrit, zu viel Ammonium

Allerdings, so die Ministerin in ihrer Antwort, hätten Messungen aus dem Jahr 2016 ergeben, dass das Wasser der “Kiemelbaach” verschiedene Grenzwerte überschreitet. Neben Nitrit nennt Dieschbourg auch Ammonium, den pH-Wert und die organische Masse.
Als Reaktion auf dieses Messergebnis habe das Wasseramt zusammen mit der Fließgewässerpartnerschaft der Ober-Alzette begonnen, die Kanalisationssystem zu überwachen, durch die Abwässer in die “Kiemelbaach” fließen.

Dabei handele es sich unter anderem um Regenwasser von den Straßen, um einen Teil der Abwässer des Gewerbegebietes Monkeler sowie um die Abwässer der Monnericher Bauschuttdeponie.

Komplexes und antiquiertes Netz

Die Untersuchung gestaltet sich schwierig, erklärt die Ministerin, und führt als Gründe die “Komplexität und die Antiquiertheit” des Netzes an und den Umstand, dass es bei verschiedenen Grundstücken “Schwierigkeiten mit dem Zugang” gibt, sodass bis heute nicht genau bestimmt werden konnte, wo genau die Verschmutzung herkommt.

Ein internationaler Plan zur Gewässerverwaltung sehe auch Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Alzette vor, und natürlich ziehe man alle möglichen Maßnahmen, die dazu beitragen können, in Erwägung. Grenzübergreifende Maßnahmen seien dabei, umgesetzt zu werden. Grenzüberschreitenden Kontakt zwischen Luxemburg und Frankreich, um die Probleme der Alzette zu lösen, würden ebenfalls stattfinden, schreibt die Ministerin.

5 Kommentare

  1. Na das ist doch wieder etwas für die Experten, die eine wohlwollende Expertise für ein Schweinegeld erstellen, uns erzählen die Deponie wäre kaum gerutscht, die Werte nur leicht erhöht uns alles in bester Ordnung …

  2. Ech hun eng foto vun der Kiemelbach hannert dem cora, wei ech am summer mam velo do lanscht gefuer sinn, do kennt de knascht awer eischter aus der industriezone

  3. Vu dat d’Uelzecht jo onst Nationalbach ass sollt alles geméit ginn dat dat Waasser erëm propper gëtt an dat och erëm Fësch dra kommen…da brauche mer net méi wei an der Studentenzäit schonns üblech ze sangen:…wo d’Uelzecht duresch d’Wiese sténkt..? Madame Minister….. 

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