Wie wir bereits am Samstag berichteten, wurde in der Gemeinderatssitzung vom vergangenen Freitag u.a. die Haushaltsvorlage für 2020 präsentiert. Rund 33 Millionen Euro sind im kommenden Jahr an außerordentlichen Ausgaben vorgesehen, eine Million soll dabei unter anderem in den Bau einer Annexe zur „Schoul am Duerf“ fließen, wo zwei neue Klassensäle entstehen. 350.000 Euro sind vorgesehen, um mit der Gestaltung eines Erholungsparks zwischen der rue Schuman und der rue Kennedy weiterzufahren, ein Projekt, das in diesem Jahr begonnen wurde und insgesamt rund 2 Millionen Euro kosten soll. Im Folgenden finden Sie die weiteren wichtigen Vorhaben für das kommende Jahr.


Kulturzentrum Hüncheringen: 3 Millionen Euro

Das Projekt eines Kulturzentrums ist Teil einer Initiative, das Ortszentrum von Hüncheringen zu revalorisieren. Der Bau wird nach seiner für Ende kommenden Jahres geplanten Fertigstellung den Bettemburger Vereinen neue Möglichkeiten bieten. Zentrales Element ist eine modulierbare Bühne. Weitere Konferenz- und Probesäle, eine Vorhalle und eine Küche runden das Angebot ab. Insgesamt 10,7 Millionen Euro soll das am 18. Dezember 2015 im Bettemburger Rat verabschiedete Vorhaben kosten, 3 Millionen davon stehen im außerordentlichen Haushalt 2020.

Das neue Hüncheringer Kulturzentrum verbindet auf harmonische Weise existierende und neue Architektur
Der Komplex soll Ende kommenden Jahres eröffnet werden


„SEA-Reebouschoul“: 5 Millionen Euro

Einen Steinwurf von der „Reebouschoul“ entfernt entsteht derzeit der neue „Service d’éducation et d’acceuil“, kurz SEA, wie man die neue „Maison relais“ nennt. Das Bauwerk auf dem 42 Ar großen Gelände wird später 314 Schüler aufnehmen können. Neben einer Bibliothek gehört unter anderem auch eine Sporthalle zum Projekt. Zusätzlich ist eine große Küche vorgesehen, in der täglich rund 400 Mahlzeiten vorbereitet werden können. Die Ökologie spielt beim Projekt eine große Rolle: Fotovoltaikanlagen und umweltfreundliche Materialien kommen zum Einsatz. Kostenpunkt des im Juli 2017 votierten Projektes: 19,26 Millionen Euro, von denen 5 Millionen im Haushalt 2020 eingetragen sind.

In dem modernen Gebäude neben der „Reebouschoul“ wird der „Service d’éducation et d’acceuil“ (SEA) untergebracht werden
Der neue „Service d’éducation et d’accueil“ aus der Vogelperspektive


„Em de Bëchel“: 965.000 Euro

Das generelle Konzept zur Neugestaltung des Viertels „Em de Bëchel“ wurde im Februar 2018 vom Bettemburger Gemeinderat gutgeheißen. Das Projekt teilt sich in zwei Phasen auf. Die erste betrifft die rue Jacquinot, deren Neugestaltung rund 1.645.000 Euro kosten soll. Die zweite umfasst die Umgestaltung der rue Nic Biever, rue du Verger und rue de la Scierie. Hier werden 2.534.200 Euro in eine bessere Lebensqualität und mehr Sicherheit investiert. Im Haushalt 2020 sind 100.000 Euro für die erste Phase und 865.000 Euro für die zweite eingeschrieben.

So sehen die Straßen im Viertel „Em de Bëchel“ derzeit aus
Nach Abschluss der Arbeiten werden die Straßen im Viertel „Em de Bëchel“ wesentlich attraktiver und sicherer sein


Peppinger Straße: 2.455.000 Euro

Die Peppinger Straße wird gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung vollkommen neu gestaltet. Während die „Ponts et Chaussées“ für die Gestaltung der neuen Fahrbahn und Bürgersteige verantwortlich zeichnen – dies auf einer Strecke von rund 900 Metern zwischen der rue Strecker-Steffen und dem Ortsausgang von Bettemburg –, werden aus der Gemeindekasse unter anderem die Kanalisation, die Wasser- und anderen Leitungen finanziert. Das Votum für dieses Projekt wurde im Juli 2018 im Gemeinderat gefasst. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 5.435.000 Euro. Im Haushalt 2020 der Gemeinde sind nicht weniger als 2.455.000 Euro vorgesehen.

So sieht es derzeit in der Peppinger Straße aus
Nach Abschluss der Arbeiten wird die Peppinger Straße sicherer und gleichzeitig an Attraktivität gewinnen


„Hall des Régies“: 3.500.000 Euro

Das neue Gemeindeatelier, auch „Hall des Régies“ genannt, ist eines der teuersten Bauvorhaben der Gemeinde in den letzten Jahrzehnten. Nicht weniger als 32 Millionen Euro lässt man sich die Konstruktion kosten. Das Projekt hierzu wurde am 21. Dezember 2018 vom Gemeinderat gutgeheißen. In der Haushaltsvorlage für 2020 sind nicht weniger als 3,5 Millionen Euro für den Bau des Gemeindeateliers vorgesehen.

Die neue Halle für die Gemeindedienste laut Modell
Die neue „Hall des Régies“ wird ausreichend Platz für die Fahrzeuge und Geräte der Gemeindedienste bieten

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