Der Buch- und Schreibwarenladen “ABC” in Esch schließt Ende des Jahres seine Türen. Das Einkaufsverhalten der Kunden habe sich geändert und die Konkurrenz der großen Einkaufszentren sei zu stark.

Wieder einmal wird die Escher Geschäftswelt um ein bekanntes Schaufenster ärmer. Diesmal handelt es sich um den Buch- und Schreibwarenladen “ABC” im unteren Teil der avenue de la Gare, dort, wo sich vor vielen Jahren das Musikgeschäft “De Bernardi” befand.

Der Laden liegt nur wenige Meter von der Alzettestraße entfernt und somit eigentlich in bester Lage. Doch es läuft nicht mehr, wie es soll. Deshalb gibt Familie Kemp auf. Der Mietvertrag ist gekündigt. Ende Dezember werden sie schließen.

2014 haben Viviane und Alain Kemp, der vorher im Versicherungswesen arbeitete, das Geschäft übernommen. Es sei immer schwieriger geworden, den Anforderungen der Kundschaft gerecht zu werden und zu Preisen zu verkaufen, die mit den großen Einkaufszentren mithalten können, sagt Viviane Kemp.

Hinzu komme, dass zusehends mehr per Internet bestellt wird und jüngere Kunden oft einen persönlichen Kontakt zum Geschäftsinhaber gar nicht erst suchen würden. Außerdem würde allgemein weniger gelesen und dann seien da ja auch noch die ungünstigen Parkmöglichkeiten in Esch.

Auch der Sohn der Familie Kemp wollte nicht ins Geschäft einsteigen: “Es ist nicht einfach, als Selbstständiger zu überleben, deshalb bin ich froh, dass ich einen anderen Beruf erlernt habe”, so der junge Mann.

Seit dieser Woche läuft im “ABC” der Ausverkauf. Viele Schulklassen aus Esch haben bereits die Möglichkeit genutzt, gutes Schreibmaterial und Kinderbücher zu einem günstigeren Preis einzukaufen. Bis Dezember muss alles raus.

Ab Januar könnte dann schon ein neues Geschäft einziehen, vorausgesetzt, die Hausbesitzerin findet jemand, der es kaufen möchte. Vermieten möchte sie nicht mehr. Viviane und Alain Kemp braucht das ab 2020 nicht mehr zu kümmern.

18 Kommentare

  1. Die ungünstigen Parkmöglichkeiten in Esch schreibt ein Geschäftspartner !! da hat man mit dieser riesigen Fussgängerzone in ESCH viele Kunden verloren, hier gingen sehr viele Parkplätze verloren, und die unterirdischen Parkplätze sind unbequem !!! und sind weit entfernt.

  2. E schwéiere Business. D’Konkurrenz duerch elektronesch Bicher an Internetverkaf maachen et bal onméiglech an enger, am Verglach mam Ausland, klenger Uertschaft wéi Esch z’iwwerliewen. Bleift nëmmen ze hoffen, dass séch en aanert Geschäft do installéiert wat besser Zukunftsperspektiven huet. Evtl. kéint d’Gemeng d’Initiativ huelen. Kuckt emol wéi et zu Wolz an der Groussgaass gemat gëtt, do entsteet neit Liewen ganz ouni déi üblech grouss international Ketten, mee duerch vill Eegeninitiativ duerch déi lokal Leit.

    • “dass séch en aanert Geschäft do installéiert wat besser Zukunftsperspektiven huet”

      A wat wär dat dann?

      E Coiffer? E Bäcker? E Glacebuttek?

      Den Handels-Zuch ass fort.

  3. Di Escher Foussgängerzon ass souwisou dout, an d’Niewegaassen schonn mol direkt. Fréier huet een Händschen an Hutt ogedoen fir an d’Uelzechtstrooss ze goen; haut huet ee besser, Leggings oder eng Joggingsbox unzedoen fir net opzefaalen.

    • Fréier war Esch eng houffrëg Staadt, fréier….Et ass net nëmmen den Internet wou’t Geschäfter futt mëcht. Leider sin d’Parkkäschten ze héich, en plus och während der Mëttestonn, do kéint d’Gemeng schon en Effort maachen….d’Geschäftenr wou elo och do sin, sin keng houffrëg Geschäften mais leider low cost an déi hun keng gutt Wuer,dat zitt d’Leit och net un. D’Leit sinn säit e puer Joeren an’t Shopping Zenteren gaangen, an genéissen do dat se akaafen kënnen an och eppes iessen, ouni Parking an ouni Stress.

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