In zwei Jahren soll europaweit ein Verbot des Einwegplastiks in Kraft treten. Die Gemeinde Sanem will ihre Bürger aber jetzt schon auf die Folgen des hohen Plastikkonsums in unserer Gesellschaft aufmerksam machen. Bei den „Ëmweltwochen 2019“ werden deshalb bei Konferenzen, Diskussionsrunden und Workshops nachhaltige Alternativen und Lösungen präsentiert. 

Von Pit Beffort

Auftakt der „Ëmweltwochen 2019“ war eine Gesprächsrunde im Artikuss in Zolver. Moderator Camille Ney begrüßte hier neben Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“) und Bürgermeister Georges Engel (LSAP) auch Tania Gibéryen von sila.lu und die Geschäftsfrau Christiane Wickler.

Unter der Frage „Gemeng ouni Plastik?“ wurde unter anderem diskutiert, welche Auswirkungen Plastik auf den Menschen und die Umwelt hat und wie man dieses Problem am besten angehen kann.

Wie kann man Plastik in der Schule vermeiden?

Der zweite Tag stand im Zeichen von „Schoul ouni Plastik?“, zusammen mit der „Ëmweltberodung Lëtzebuerg asbl.“. Er richtete sich an das Lehrpersonal und erklärte, wie man Plastik in der Schule und beim Schulfest bestmöglich vermeidet. Am Mittwoch hielt dann Jérémie Pichon einen Vortrag über das Abenteuer seiner Familie, ganz ohne Abfall zu leben.

Auf humorvolle Art präsentierte er nützliche Hinweise, wie jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann, um die Umwelt zu schützen. Am Donnerstag wurden Vereine aus den Pro-Sud-Gemeinden informiert, wie auch sie ihre Plastiknutzung minimieren können, ehe am Freitag Karnevalskostüme aus nachhaltigem Material gebastelt wurden.

Familientag

Am Samstag fanden die „Ëmweltwochen 2019“ mit dem Familientag ihren Abschluss. In lockerer Atmosphäre sollte selbst den Kleinsten gezeigt werden, wie sie sich und der Umwelt etwas Gutes tun können. Viele Informations- und Verkaufsstände waren im Artikuss in Zolver aufgebaut worden.

Neben Workshops, in denen Kinder ihre eigene Handseife herstellen konnten, wiesen Organisationen wie Sea Shepherd auf die Missstände hin, die unsere Welt gefährden. Beim „Repair Café“ bekamen Elektrogeräte ein zweites Leben und „Free your stuff“ zeigte, wie andere Gegenstände eine zweite Chance bekommen können.

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