Gleich geht es los. In etwas mehr als einer Woche werden Zehntausende Schüler in Luxemburg durch die Türen der Sekundarschulen schreiten. Woran die wenigsten dabei denken: Vor der Sommerpause wurde eine Reform gestimmt, die so einiges an den Schulen verändern wird. Wir haben die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst.

Die Namen

  • Bisher hieß der im Volksmund genannte “Classique” eigentlich “Enseignement secondaire” und der “Technique” “Enseignement secondaire technique“. Die Namen haben sich mit der Reform geändert. In Zukunft werden sie “Enseignement secondaire classique” und “Enseignement secondaire général” lauten.
  • Die “13e” gibt es nicht mehr. Im “Classique” sowie im “Général” fangen die Schüler in der “7e” an und machen ihren Abschluss in der “1re”. Dadurch soll die Stigmatisierung der Schüler verhindert werden.

Im Classique 

  • Die Sektionen werden reformiert. Zwar gibt es sie noch, doch sie werden keine starren Lehrpläne mehr haben. Die Schüler werden zwischen mehr Fächern wählen können. Die Schulen können entscheiden, was sie ihren Schülern anbieten.
  • Im Abschlussexamen werden nur noch sechs Fächer abgefragt.
  • Eine Sektion “I” wird eingeführt, in der der Schwerpunkt auf der Informatik und der Kommunikation liegen wird.

Im Général

  • Ab dem zweiten Jahr werden die Schüler nach Stärken und Schwächen in Basiskurse und Kurse für Fortgeschrittene eingeteilt.

E-Learning

  • Die Schulen dürfen Klassen mit Tablets ausrüsten.

Die Organisation

  • Das Ministerium wird in Zukunft nur noch einen Rahmen setzen. Den Schulen soll mehr Autonomie gewährt werden, sowohl inhaltlich als auch im Umgang mit Geld. So sollen sie mit der Zeit verschiedene Profile erhalten. Die Schüler können sich für die Einrichtung entscheiden, die am besten zu ihnen passt. Jede Schule muss einen “Entwicklungsplan” aufstellen, in dem das Profil der Schule skizziert wird. Darin wird unter anderem erklärt, welche Kurse die Schule anbietet und mit welchen Methoden sie arbeitet.

Die Strategie

  • Durch die neue Reform will die Regierung die Bildungslandschaft in Luxemburg diversifizieren. Die Schulen sollen unterschiedlicher werden. Deswegen will die Regierung auch Alternativen – wie beispielsweise internationale oder spezialisierte Schulen – verstärkt unterstützen.

Lesen Sie in der Samstagsausgabe (9. September) des Tageblatt ein Interview mit Claude Lamberty (DP), Berichterstatter des Gesetzes.  

4 Kommentare

  1. Gudde Moien
    Ech kann nëmmen laachen wann ech liesen datt ALL Klassen lo vun 7e bis 1e genannt ginn! All Klassen ???
    Do gëtt et och nach de Professionnel: An deen ass nach ëmmer vun 10e bis 13 oder besser T0, X0, O0 bis T3, X2, O2 benannt.
    Di eenzeg Méiglechkeet wär gewiescht wann all d’Klassen vun 7e bis 13e eropgezielt gi wären, awer dat war wahrscheinlech dem Secondaire (pardon dem Secondaire classique) nët zouzemudden…

  2. De Professionell wou Dir mengt, as den “Technicien”, an deen geet no der 9ième un wann een d’Moyenne dann net huet fir op den “Technique” deen jo elo anescht heescht. Well deen as jo dem Ôfschloss no dem Classique glaich gestallt.

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