Eigentlich sollten die Wahlkampf-Plakate widerspiegeln, wofür eine Partei steht. Bei der ADR ist das etwas schief gelaufen. Eine Reihe ihrer Plakate ist fehlerhaft: Ausgerechnet die luxemburgische Flagge ist falsch.

In einem Monat wird in Luxemburg ein neues Parlament gewählt. Für die Parteien bedeutet das vor allem eines: Sich beim Wähler zeigen, fleißig in den sozialen Medien posten und Plakate aufhängen. Letzteres ging bei der Partei ADR wohl etwas schief. Wie der Radiosender Eldoradio auf seiner Internetseite meldet, fiel eines der ADR-Plakate auf der N7 von Marnach in Richtung Hosingen nicht etwa durch einen kreativen Spruch, sondern durch einen Fehler auf.

“Sécher Grenzen = Asyl ouni Mëssbrauch”: Das Gleichheitszeichen sollte wie die Luxemburg-Flagge aussehen. Auf dem Plakat ist die Flagge in dieser Reihenfolge abgebildet: Blau-Weiß-Rot. Richtig wäre Rot-Weiß-Blau gewesen. “Der Druckerei ist ein Fehler unterlaufen”, erklärt ADR-Präsident Jean Schoos dem Tageblatt auf Nachfrage. In ein paar Tagen soll dieser allerdings behoben sein. Durch Aufkleber soll der Fehler entfernt werden. Laut Schoos sind zwanzig Plakate betroffen.

Sprachenpanne

Es ist nicht die einzige Panne, die sich die Partei, die besonders mit dem Thema Sprache punkten will, leistet. Auf einem Plakat, auf dem die ADR-Zentrums-Kandidaten zu sehen sind, fand ein parlamentarischer Mitarbeiter der DP zahlreiche Fehler.

“Das hat nichts mit unserem Wahlkampf zu tun”, sagt Schoos. Es sei eine Aktion der hauptstädtischen Abteilung und diese habe die Fehler zu verantworten. Man solle doch beim Abgeordneten Roy Reding nachfragen. Dieser war am Freitagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

 

20 Kommentare

  1. Do ass manifestement d’Partei schlecht berode ginn, an ginn mat vollem Wëssen och nach esou eppes opgeriichten……

    De Steierzueler kann déi „visuell Pollutioun“ jo bezuelen…..

  2. An Zaiten vun Smileys an Zeechensprooch, sollen mir net esou pingeleg sin , wenn emol en puer Schreiwfeeler opdauchen.Wievill Jonker schreiwen haut nach ouni Feeler, wivill Jonker sin iwwerhaapt nach kapabbel eng Konversatioun ze féieren.

  3. Fir d’Lëtzebuerger Sprooch setzt sech jo neierdéngs DP an, an déi visuel Pollutioun trëfft schliesslech op all Parteien zou. Ët ass natiirlech eng déck Blamage vun enger nationalistesch orientéierter Partei, wann se op hire Plakaten de Lëtzebuerger Fändel dënneschtandierwëscht ofgebild huet. ” Do huerelt jo alles ! ” géif e best!emmten Buergermeeschter soen.

  4. Wat heescht Asyl ouni Mëssbrauch? Sin d’Asylanten bis elo vergewaltegt gin?
    Sécher Grenzen durch eng “Berliner Mauer” vläicht oder 356 nei Zaldoten fir all Kilometer Grenz? Verstin näischt. 🙁

  5. Aus eigener Erfahrung wies ich das die Herstellung von Planen sehr kostenintensiv ist. Ich vermute daher sehr stark, daß die Partei, die sich ja gerne nach außen, quasi als “Luxemburg zuerst“ darstellt, sich für eine Firma im Ausland entschieden haben. Das würde auch das fehlende Verständnis für die Luxemburger Fahne erklären. Die ganze Geschichte erinnert dann doch stark an der Moral von Ultra-rechts (alt-right) in den USA die ihre T-Shirts in China drucken lassen. Demnach: Wein saufen und Wasser predigen.

  6. Do huet et d‘LSAP jo awer méi einfach: ofschreiwen! Recycling mol aneschters.

    Eng Dréckerei mecht do awer kee Feeler, den Designer den dat um Computer erstallt huet hat net opgepasst (war och vläicht ee Fransous) an de wou de „Bon à tirer“ autoriséiert huet ass de richteg Schëllegen.

    Dobäi ass de Sproch och falsch: Asyl huet näischt mat de Grenzen ze dinn, ma mat ganz anere Faktoren.

Schreiben Sie einen Kommentar zu Cs Antwort abbrechen


Please enter your comment!
Please enter your name here