Auch Hunde brauchen in der kalten Saison etwas Warmes zum Anziehen. Und ein kleines Fußbad nach ausgedehntem Gassigehen. Marc Schonckert spazierte mit.

Meine Hunde mögen Schnee. Schnauze runter und erst mal rumgeschnüffelt, was dieses erfrischend kalte, weiße Pulver denn so alles an Düften freigibt. Und dann ordentlich im Schnee gewälzt, ein paar Drehungen nach rechts, ein paar Drehungen nach links. Danach wird sich durchgeschüttelt, dass es eine Freude ist. Okay, ich gebe zu, beim heutigen Schneemangel kommt so etwas höchstens zwei- oder dreimal im Jahr vor. Aber ihr Fell so ordentlich schütteln, das tun sie auch nach einem Spaziergang im Regen, allerdings sorge ich dafür, dass sie das kurz vor der Haustür und nicht im Hausflur tun. Ich gebe zu, das gelingt nicht immer und der Erfolgskoeffizient meiner Hundeerziehung steht dann im umgekehrten Verhältnis zu den Entsetzensschreien meiner Frau.

Wie auch immer, meine Hunde und ich ziehen das Herumtollen im Schnee einem kräftigen Regenguss vor. Wenn das im eigenen Garten passiert, muss ich ihnen gar nicht erst einen Wintermantel anziehen. Bei einem längeren Spaziergang durchs Dorf oder über die Felder ist das schon eine andere Sache.

Vor allem Hunde mit kurzem Fell sollten ausgerüstet sein

Dann tragen die beiden ein Mäntelchen, der eine gelb, der andere dunkelrot. Man will ja zwischen beiden unterscheiden können. Der Vorteil ist, dass die Kleidung eng anliegt, ohne sie in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken, dazu kommt, dass es ein Integralschutz ist, der auch den Unterbau bedeckt und schützt, das ist sehr wichtig. Wir Erwachsenen kleiden uns ja auch im Winter entsprechend, dann sollten unsere Hunde, vor allem solche mit kurzem Fell, ebenso ausgerüstet werden. Eine kleine Öffnung oben erlaubt, die Leine am Ring des Geschirrs zu befestigen, ein klassisches Halsband würde ich ihnen niemals antun. Es reicht, wenn man sieht, wie manche Leute ihre Hunde mit Leine am Halsband über die Straße zerren, als wären es Plüschtiere auf Rädern.

Hunde schnuppern nun mal gerne an gewissen Stellen und man sollte ihnen die Zeit dafür lassen und sie nicht sofort herumreißen und ihnen mit dem Halsband die Luft abzudrehen. Ein Geschirr ist da angebrachter, es fügt den Tieren keine Schmerzen zu, dreht ihnen die Luft nicht ab und erlaubt, sie sanfter unter Kontrolle zu haben, vor allem, wenn man beim Gassi-gehen die Straßenseite wechseln muss, weil da noch andere Hunde unterwegs sind, was meine beiden nun einmal nicht ausstehen können.

Pfoten sollten im Winter gereinigt werden

Wir Menschen würden niemals in der kalten Jahreszeit barfuß herumspazieren. Hunde schon und ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass einige Hundehalter ihre Tiere mit Fußbekleidung ausstatten, obwohl, auch das soll es geben. Wichtig ist, nach einem Spaziergang im Winter die Pfoten und Ballen der Hunde mit lauwarmem Wasser zu reinigen, nicht zuletzt das Streusalz, das um diese Jahreszeit verwendet wird, setzt ihnen zu, ebenso Kies oder Schotter. Und wenn Sie beim Spaziergang merken, dass Ihr Hunde immer wieder anhält, um sich die Pfoten zu lecken, dann schauen Sie doch mal nach, hier steckt vielleicht eine Distel oder was auch immer zwischen den Zehen.

Viele Hunde mögen es überhaupt nicht, dass man sich an ihren Pfoten zu schaffen macht. Doch wenn sie erst einmal merken, dass es zu ihrem Vorteil ist, werden sie schnell gefügig. Ich reinige die Pfoten meiner Hunde nach jedem Ausgang bei feuchtem oder nassem Wetter. Sie scheinen es sogar zu mögen. Oder liegt es etwa am Hundekuchen, den es nach erfolgreicher Reinigung zur Belohnung gibt? Hunde lernen ja bekanntlich sehr schnell und vergessen nichts.

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