Im hauptstädtischen Gemeinderat wurde am Montag auch die Frage nach der Videoüberwachung gestellt. Gleich zwei Räte (François Benoy von „déi gréng“ und Maurice Bauer von der CSV) wollten Einzelheiten dazu erfahren. Sie wollen u. a. wissen, ob an anderen Stellen als den bereits bekannten Kameras aufgehängt werden.

Bürgermeisterin Lydie Polfer erklärte, dass im Augenblick im Bahnhofsviertel, auf der „Kinnekswiss“ und einem Teil des Glacis sowie in der Umgebung des Stadions in der route d’Arlon Überwachungskameras für Sicherheit sorgen. Es waren auch Kameras auf der „Passerelle“ unter der Neuen Brücke geplant, das Projekt wurde aber wieder fallen gelassen, so Polfer. Wo aber demnächst noch eine Videoüberwachung eingeführt werden könnte, sei bei der Schule in der rue du Commerce, im Bahnhofsviertel. Dort sei ja bekanntlich ein sog. Hotspot des Drogenhandels.

Am 31. Mai findet in der Turnhalle der Schule eine Versammlung statt, bei der die Einwohner des Viertels über das Vorhaben informiert werden und ihre Meinung dazu äußern können, so Polfer. Sie schließt eine Ausdehnung der Kameraüberwachung auf andere Viertel der Hauptstadt nicht aus, wenn notwendig.

Auf den Bevölkerungszuwachs und die notwendige Aufstockung der Polizeimittel angesprochen, sagte die erste Bürgerin der Stadt, dass sie für eine stärkere Polizeipräsenz plädiere, vor allem in den sog. Problemvierteln. Man stehe deshalb auch in permanentem Kontakt mit dem zuständigen Minister und der Polizeidirektion. Die Videoüberwachung spiele in der Polizeiarbeit eine wichtige Rolle. Sie wirke nicht nur abschreckend, sondern helfe auch bei der Täter-Identifizierung und der Beweissicherung.

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