Ein Waldbrand unter der Seilbahn sorgte am Montag für Aufregung in Vianden. Eine achtlos weggeworfene Zigarette könnte der Auslöser für das Feuer gewesen sein. Trotz widriger Umstände hatten die Feuerwehrleute den Brand in anderthalb Stunden unter Kontrolle. Niemand wurde verletzt.

Am Ostermontag kurz nach 16.00 Uhr brannte es in einem steilen Waldstück unter der Seilbahn in Vianden. Das Feuer sei im Bereich der Bergstation ausgebrochen und habe sich dann nach unten Richtung „Bildchen“ ausgedehnt, erklärte der Viandener Bürgermeister Henri Majerus gestern auf Nachfrage.

Acht Feuerwehren rückten an, um die Ausdehnung des Brandes zu verhindern. In einer ersten Phase sei es den Rettungskräften vor allem darum gegangen, die Menschen auf der Seilbahn, den umliegenden Spazierwegen und an der Bergstation in Sicherheit zu bringen. Die Rettungsaktion ist gelungen, Verletzte gibt es nicht zu beklagen.

Glimmstängel könnte Auslöser gewesen sein

Wegen der steilen Hanglage, des starken Windes und der komplizierten Wasserversorgung in dem unwegsamen Gelände war die Brandbekämpfung schwierig, teilte das Luxemburger Zentrum der Rettungsdienste CGDIS am Sonntag mit. Die Löscharbeiten seien in zwei Sektoren aufgeteilt worden, das Wasser musste im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht werden. Um einen besseren Überblick zu bekommen, setzten die Feuerwehrleute eine Drohne ein. Gegen 17.30 war der Brand unter Kontrolle, um circa 20.00 Uhr war das Feuer gelöscht.

Die Ursache für das Feuer steht noch nicht fest. Die Theorie, dass es durch eine das Sonnenlicht bündelnde Glasscherbe entstanden sei, hält Bürgermeister Majerus für unwahrscheinlich. Eine weggeworfene Zigarette käme schon eher infrage. Nachgewiesen ist diese Hypothese jedoch nicht. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. An der Viandener Seilbahn sei kein Schaden entstanden, bestätigte der Betreiber gestern auf Nachfrage. Der Betrieb laufe normal weiter. Da das Feuer acht Meter unter den Seilen geblieben sei, habe keine Gefahr bestanden.

Übungen der Feuerwehr haben Schlimmeres verhindert

Die Feuerwehr habe dem Betreiber jedoch geraten, die Seilbahn sicherheitshalber noch einmal kontrollieren zu lassen, sagte Pascal Heinen, Chef des Viandener Einsatzzentrums. Während des Einsatzes habe man die Seilbahn vorsichtshalber ohne Gäste weiterlaufen lassen, um eine Überhitzung der Sitze und Seile zu verhindern. Majerus erklärte, dass vor allem das Laub am Boden gebrannt habe. Auf die Eichen habe das Feuer nur geringfügig übergegriffen, einige Bäume seien lediglich angekokelt, erklärte Heinen.

Erst am 23. Oktober 2018 hatten die Rettungskräfte eine große Gemeinschaftsübung am Viandener Sessellift durchgeführt, um im Falle einer Panne schnell handeln zu können. Bei dieser Gelegenheit sei auch der Wald gründlich getrimmt worden, was mit dazu beigetragen habe, dass am Montag Schlimmeres verhindert werden konnte, meinte Henri Majerus, der den rund 70 am Einsatz beteiligten Feuerwehrleuten seinen größten Respekt aussprach.

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