Neben Luxemburg und Esch/Alzette ist der “Nordstad”-Raum das dritte urbane Zentrum des Landes. Und als solches hat es mit diversen Problemen zu kämpfen, darunter auch mit dem immer höheren Verkehrsaufkommen. Der DP-Abgeordnete André Bauler wollte mehr wissen.

Fünf der sechs “Nordstad”-Gemeinden sind grundsätzlich bereit, miteinander zu fusionieren. Tun sie es, müssen sie gemeinsam Antworten auf etliche Fragen finden, darunter auch auf die steigende Verkehrsbelastung. Um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen, benötigen die Gemeindeverantwortlichen genaue Zahlen. Sie können hier aber u.a. auf die Statistiken der Straßenbauverwaltung zurückgreifen. Diese hat nämlich an mehreren Stellen quer durch das Land Fahrzeug-Zähler an den Autobahnen, Landstraßen und sogar Radwegen installiert. Die Daten dieser Anlagen sind auf www.travaux-public.lu unter der Rubrik “Info trafic” einsehbar, betonte Infrastrukturminister François Bausch (“déi gréng”) in seiner Antwort auf die parlamentarische Anfrage.

Was nun die Umgehungsstraße B7 betrifft, eine der Hauptverkehrsadern der Agglomeration, so wurden auf dem Teilstück zwischen Ettelbrück und Colmar-Berg im letzten Jahr im Durchschnitt 22.709 tägliche Bewegungen gezählt. 2016 waren es 20.617. Im Jahr 2017 war die Zahl der Verkehrsbewegungen dann bereits auf 21.602 angestiegen. Das ist also eine Steigerung von etwa 5 Prozent pro Jahr.

Auf der N7 wird der Verkehr zwischen Colmar-Berg und Heinerscheid an neun verschiedenen Stellen gezählt. 2016 wurden auf der gesamten Teilstrecke 10.484 Bewegungen pro Tag registriert. Darunter befanden sich 433 Nutzfahrzeuge. Im Jahr darauf stieg die Nutzung auf 10.763 Einheiten (davon 476 Nutzfahrzeuge). Im letzten Jahr dann wurde eine weitere Erhöhung des Verkehrs auf 11.161 Fahrzeuge festgestellt. Die Zahl der Nutzfahrzeuge stieg auf 725. Das Verkehrsaufkommen auf der N7 variiere aber je nach Teilstrecke, wurde in der Antwort erklärt.

Erschwert wird die Verkehrslage zudem durch mehrere Baustellen entlang der Strecke. Die Großbaustelle der Gewerbezone ZANO könnte beispielsweise zusätzliche Probleme bereiten. Auf dem Areal sollen insgesamt etwa 8.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das generiert natürlich einen erheblichen Verkehrszuwachs.

Um ein Chaos zu vermeiden, ist u.a. vorgesehen, die bestehende Fahrbahn der N27A zu erhöhen und eine neue Auf- bzw. Abfahrt in Richtung Kreisverkehr “Fridhaff” zu schaffen. Von dort aus erreicht man dann u.a. das Areal des Abfallsyndikats Sidec. Zwei Spuren sollen zudem die Zufahrt zu den Gewerbegebieten entlang der N27A gewährleisten. Während der Dauer der Arbeiten würden aber Maßnahmen ergriffen, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten, so der Minister.

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