US-Präsident Donald Trump macht Ernst: Ab Freitag erheben die USA Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU. Das teilte US-Handelsminister Wilbur Ross am Donnerstag mit. Die EU kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an. Verhandlungen der EU über eine dauerhafte Ausnahme von den Strafzöllen in den vergangenen Wochen waren erfolglos geblieben. Trump hatte die Zölle im März verhängt: 25 Prozent auf Stahlimporte und zehn Prozent auf Aluminium. Er nahm die EU – wie auch die beiden wichtigen Handelspartner Mexiko und Kanada – jedoch vorläufig davon aus, um Raum für die Verhandlungen zu geben.

Seither gab es zahlreiche Gespräche, in denen es nicht nur um den Handel mit Stahl und Aluminium, sondern generell um den Warenverkehr zwischen den USA und Europa ging. Handelsminister Ross sagte am Donnerstag, die Gespräche in den vergangenen Wochen hätten nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt. Die EU hatte bis zuletzt versucht, eine dauerhafte Ausnahme von den Zöllen zu erreichen. Erst danach, erklärte sie stets, sei sie bereit, mit den USA auch in breiter angelegte Handelsgespräche einzusteigen.

Juncker kündigt Gegenmaßnahmen an

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kündigte nach der Entscheidung Washingtons umgehend Gegenmaßnahmen für die nächsten Stunden an. “Das ist ein schlechter Tag für den Welthandel”, sagte er. Die EU-Kommission hat bereits eine Liste mit US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro erstellt, die sie ihrerseits mit Strafzöllen belegen könnte – etwa auf Motorräder, Jeans und Whiskey.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte kurz vor Bekanntgabe der Zölle, die EU werde “klug, entschieden und gemeinsam” antworten. Sie sei sich mit den Partnern in der Europäischen Union einig, dass diese Zölle nicht vereinbar seien mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO), sagte die Kanzlerin in Lissabon nach einem Treffen mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten António Costa. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) wandte sich bei einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi in Berlin gegen Protektionismus. “Protektionismus und Abschottung gegenüber dem Freihandel dürfen nicht wieder die Oberhand gewinnen”, sagte Maas mit Blick auf die US-Handelspolitik. Trump beklagt ein eklatantes Ungleichgewicht zulasten der USA im Handel mit Europa.

5 Kommentare

  1. Gin Menschen, däh wäh een Elefant an engem Porezalgeschäft wütten !oder gin Leidt denen get et net , dass eppes funktionneiert , an probeieren et mat allen Metteln ,
    ze zersteieren ! Wat den Här Trump freckt mecht brauch Joeren fir erem alles opzeritten 🙁 An wann et an Amerika eppes net fluppt mam Stool an Aluminium , sollen gefällegst virun senger enger Diir mol kieren !

  2. D‘EU soll einfach guer keng Produkter aus Amerika kafen. An dofir mat Asien an Afrika den Handel maachen.
    Amerikanesch Produkter daachen näischt, si sinn esou wéi hire Präsident vill Blabla an näischt dohannert.
    Mat lëtzebuerger Stol baue si hir Wolkenkratzer, hire Wäin ass ee chemische Cocktail schmaacht alles d‘selwecht, hiert Fleesch sin chloréiert Antibiotika Packungen. Wien wëll schonn hir Autoen, wann een se sou kann nennen.
    De berühmte Leatherman rascht am Salzwaasser esou séier wéi ee ka kucken.

    Den Trump mengt Taxen op hiere Saachen wieren ze deier. Nee hier Produkter sinn zum gréisten Deel schrott, dofir wëll kee se an Europa.

    Vläicht war et nom Krich mol esou, mee do haten d‘Europäer keng Wahl wéi just US Produkter ze kafen, dofir hat US Army schonn gesuergt a sämtlech Fabriken an Europa an de Koup bombardéiert.

    Mee d‘EU als Bürokratie Monster gëtt sech sou wie sou nie eens an huet de Mumm net fir den USA Stir ze bidden.

  3. Wenn die Amerikaner anständige (eigene)Autos bauen würden hätten die europäischen gar keine Chance auf dem US Markt.
    So ist es mir allem anderen auch.

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