US-Präsident Trump und  sein chinesischer  Amtskollege Xi spielen mit dem Feuer. Beide sind dabei, den bilateralen Handelskrieg auf eine Stufe zu heben, welche die gesamte Weltwirtschaft in Gefahr bringen könnte. Wobei  Trump dabei ist,  die Axt ebenfalls an die eigene Popularität zu legen. In der Tat schlägt er jetzt Strafzölle auf zahlreiche chinesische Waren drauf, die eben nicht von chinesischen Produzenten bezahlt werden, sondern integral von US-amerikanischen  Konsumenten, für die der Greenback an der Walmart-Kasse ab dem Moment dementsprechend weniger Kaufkraft haben wird.

Doch genau dies scheint Trump nicht begreifen zu können: Er sieht das Ganze als ein Duell Mann gegen Mann. Und für Trump gibt es keinen Zweifel, wer da am Ende im Staub liegend seine Seele aushauchen wird.  Nun könnte dies wie gesagt den wohltuenden Effekt haben, dass Trump sich bei dem Showdown selbst in den Fuß schießt, doch haben sich schon so viele Hoffnungen, dass nun endlich die Trump-Dämmerung begonnen habe (allen voran Russiagate), als Fata Morganas erwiesen  und kein realistisch denkender Mensch würde derzeit viel mehr als einen Pfifferling darauf verwetten, dass er am 3. November 2020 nicht wiedergewählt wird.

Dabei  belügt Trump seine treuesten Wähler einmal mehr, wenn er ihnen vorgaukelt, unzählige Industriejobs in die USA zurückzubringen. Sicher, immer mehr Industrielle verlagern zumindest Teile ihrer Produktion aus Fernost wieder in die USA oder die EU zurück. Was aber nicht heißt, dass dadurch die in unseren Breiten verloren gegangenen Jobs wieder auferstehen würden. Vielmehr wird Kollege Roboter die Arbeit leisten, die einst von den Malochern erbracht wurde. Mit seinen Sanktionen und Strafaktionen wird Trump auch eine unbeabsichtigte Wirkung erzielen: In der Luftfahrtindustrie z.B. setzt China (mithilfe Russlands) große Investitionen daran, so weit wie möglich unabhängig von US-amerikanischen Zulieferern zu werden.

Noch sind etwa chinesische und russische Triebwerke  nicht so effizient (und damit sparsam) wie ihre westlichen Gegenstücke. Doch Menschen, welche die Sechzigerjahre bewusst miterleben konnten, erinnern sich daran, wie damals japanische Importe als „billige Camelotte“ und armselige Imitationen verspottet wurden. Gut zehn Jahre danach war ein guter Teil der europäischen  und amerikanischen Fabrikanten, die sich dergestalt mit einer gehörigen Portion Rassismus über die „Japsen“ geäußert hatten, mit Mann und Maus kläglich untergegangen. Oder klebten bloß noch ihr Logo auf Importware aus Nippon.

Dass Trump China gegenüber nach typischer US-Manier nichts Besseres einfällt als der Versuch, die Asiaten mit brachialer Gewalt in die Knie zu zwingen, zeigt letztendlich, dass große Teile der US-amerikanischen Industrie auf wirklich freien Weltmärkten nur noch eingeschränkt lebensfähig sind und letztlich im Wesentlichen bloß noch dazu taugen, geschützt hinter hohen Zollbarrieren Ware für den eigenen Binnenmarkt zu produzieren.

5 Kommentare

  1. NOMI: Daat hoffen ech och!
    Hiern ass nemmen nach penibel and hiern zitt’ ganz Welt matt ann een Kriech!
    Ech mengen ett wier besser, wan’t EU sech kiff ganz schnell vun him ann sengen Cinema eraushaalen, mir brauchen sain Rindflesch nett!

  2. Ja hätte D. Trump besser in der Schule aufgepaßt dann wüßte er das zuviel Druck nur Gegendruck erzeugt, jetzt droht er auch noch Deutschland mit Truppenabzug,
    Man weiß wirklich nicht mehr was man von diesem Mann halten soll, aber eins ist Sicher er ist der schlechteste Präsident den die USA jemals hatten, viele hielten Georg W. Bush für einen Kriegstreiber D. Trump ist tausendmal schlimmer, denn der weiß in seinem Größenwahn schon nicht mehr was er macht.
    Dummerweise hat die ganze Welt unter diesem Typ zu leiden, es wird höchste Zeit das der amerikanische Senat dem Treiben von Trump einen Riegel vorschiebt und ihn seines Amtes enthebt und das zum Wohle aller Menschen auf dieser Welt.

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