Der 49-jährige Belgier Stéphane Pallage wird der neue Direktor der Universität Luxemburg. Das hat diese am Freitag mitgeteilt. Pallage tritt am 1. Januar 2018 die Nachfolge von Rainer Klump an, der im Mai dieses Jahres zurückgetreten ist.

Nach dem positiven Votum des Universitätsrates vom 5. Oktober hat der Verwaltungsrat der Universität der Regierung die Ernennung von Pallage vorgeschlagen. Der Regierungsrat hat in seiner Sitzung vom 6. Oktober dem Großherzog die Ernennung für eine Mandatsdauer von fünf Jahren vorgeschlagen. Bis zur Ankunft von Professor Pallage verantwortet der amtierende Rektor Ludwig Neyses weiterhin die Geschäfte der Universität.

Stationen in Lüttich, Pittsburgh und Montréal

Pallage (49), Professor der Wirtschaftswissenschaften, ist in Malmédy (Belgien) aufgewachsen und besitzt die belgische und die kanadische Staatsangehörigkeit. Er hat seine akademische Laufbahn an der Universität Lüttich begonnen und einen Master of Science in Industrial Administration (Finance) sowie ein Doktorat in Wirtschaftswissenschaft an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh (USA) erworben.

Als Professor der Université du Québec à Montréal widmete er sich vor allem der angewandten Makroökonomie, der Wirtschaftsentwicklung, den dynamischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen, der wirtschaftlichen Entwicklungshilfe sowie dem Kampf gegen Kinderarbeit. Er ist seit 2013 Dekan der “Ecole des sciences de la gestion de l’Université du Québec” in Montréal. Er spricht fließend Französisch und Englisch und versteht Deutsch.

„Die junge luxemburgische Universität ist sicherlich eine der europäischen Universitäten mit dem größten Potential“, erklärt Pallage. „Es ist zur gleichen Zeit eine Herausforderung und eine großartige Gelegenheit, die Entwicklung einer solchen Universität begleiten zu dürfen.“ Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Yves Elsen unterstreicht: „Seine Kenntnisse des akademischen Umfelds in mehreren Ländern und seine Erfahrung als Leiter einer großen Hochschule, die Lehre und Forschung vereinigt, haben den Verwaltungsrat der Universität überzeugt, dass Prof. Dr. Stéphane Pallage der Motor der Entwicklung der Universität, ihrer internationalen Ausstrahlung und ihrer Verankerung in Gesellschaft und Wirtschaft des Landes sein wird.”

4 Kommentare

  1. Dat hat ech mer schonns bal geduecht, wei Däitsch ne méi op der Lëscht vun den sproochleche Kompetenzen stoung. (nëmmen nach Franséisch an Englesch) Do konnt en sech jo schonn bal denken wat eis Regierung do mat erreechen wollt.Et géif mech wonneren wann den Här géif Däitsch oder Lëtzebuergesch schwätzen. Ech froen mech just fir wat se eis per Force zu engem frankophonen Land maachen wëllen. Wei sot den Här Meisch mer sinn en plurilinguaalt Land. Natierlech war den Bréif nëmmen op franséisch. Wann et net esou traureg wier, kéint en doriwwer laachen.

  2. Jedes Thema ist anscheinend dazu geeignet, um eine Sprachendebatte anzuheizen oder gegen die Regierung zu stänkern. Der Mann ist in Malmédy (deutschsprachige Region der Wallonie) aufgewachsen, kommt aus der französischsprachigen Provinz eines überwiegend englischsprachigen Landes. Dass man in den USA einen Doktor machen kann ohne englisch/amerikanisch zu sprechen halte ich für ein böses Gerücht. Aber Lëtzebuergesch wäre natürlich DAS Kriterium zur Auswahl eines Rektors für die kleinkarierte, provinzielle uni.lux .

    Die Ausschreibung und die Auswahl des Rektors erfolgen durch den Verwaltungsrat, die definitive Nomination durch den “Regierungsrat”, der korrekt eigentlich Ministerrat heissen sollte. Aber die deutsche Sprache ist halt auch nicht ganz so einfach wie manche hier zu meinen glauben .

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