Jedes Jahr stellen sich Eltern die gleiche Frage: Welcher ist der richtige Schulranzen für mein Kind? Inzwischen gibt es so viele Modelle, dass die Auswahl schier unendlich ist und der Durchblick kaum möglich. Daisy Schengen gibt Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

1. Schulkind zum Kauf mitnehmen

Nur dann können Sie sehen, ob der Ranzen auch richtig am Rücken sitzt. Lassen Sie das Kind selbst den Rucksack öffnen und schließen, Gurte und Träger verstellen, die Tasche auf den Rücken heben – schließlich muss das Kind all das in der Schule alleine bewerkstelligen können.

2. Auf Qualität achten

Den Rucksack genau unter die Lupe nehmen: Nähte, Plastikteile, Schließmechanismen prüfen. Wer ganz sicher gehen will, achtet auf Labels wie TÜV-Siegel, GS-Zeichen oder DIN-Norm-Aufkleber. Fragen Sie am besten das Schulkind nach seinem Tragegefühl. Scheuert oder drückt etwas? Dann ist möglicherweise ein anderes Modell besser geeignet.

3. Kein Zeitdruck

Für den Kauf sollten Sie eine Spanne von bis zu zwei Stunden einplanen. Die Anprobe, das Ermitteln der richtigen Größe und die Begutachtung oder gar Auswahl von Zusatzaccessoires wie Turnbeutel oder Mäppchen brauchen ihre Zeit. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch wenn Sie mit dem Kauf vermeintlich spät dran sind, wenn Sie beispielsweise diese Tipps lesen.

4. Die richtige Größe

Als Faustregel für die Größe des Ranzens gilt: Er sollte sich in Breite und Höhe an den Rücken des Kindes genau anpassen und nicht darüber hinausragen. Heute werden viele Rucksäcke angeboten, die mitwachsen und sich der Rückenlänge anpassen.

5. Gut gepolstert

Das A und O ist eine Rückenpolsterung, die einer doppelten S-Form, der Form der Wirbelsäule, nachempfunden ist. Gut gepolstert sollten auch die Trägerriemen sein, die idealerweise 3-4 cm breit und ähnlich der Krümmung einer Banane nachempfunden sind. Dadurch hält sich die Rutschgefahr in Grenzen.
Ein Brustgurt trägt außerdem zu einem optimalen Sitz am Körper bei und verhindert das Schlackern des Rucksacks, wenn das Kind schneller geht.
Idealerweise verfügt der Ranzen außerdem über einen Hüftgurt, der sich ebenso wie der Brustgurt in der Länge und Höhe verstellen lässt.
Damit das Heben leichter gelingt, sollte die Tasche außerdem einen Tragegriff haben.

6. Kein Schwergewicht

Ein Schulranzen sollte höchstens 1,3 Kilo wiegen, heißt es von Fachleuten. Achten Sie bei leichteren Modellen auf die ergonomischen Details und ausreichende Polsterung. Meistens wird Gewicht genau bei diesen Teilen eingespart.

7. Geräumig, wasserdicht, verkehrssicher

Die inneren Werte zählen bekanntlich mehr: Nehmen Sie einen Ordner und ein Buch mit zum Kauf und probieren Sie das Platzangebot im Inneren aus. Optimal sind eine Fächeraufteilung für Schulbücher und Co. und Außentaschen für „Schmierkëscht“ und Trinkflasche.
Der Stoff mancher Ranzen ist vorimprägniert und so vor Wasser geschützt. Einige Hersteller bieten als Zubehör einen Regenschutz für den Ranzen an.
Reflektoren und lichtreflektierende Streifen, leuchtende Neonfarben an der Vorderseite und an beiden Seitenwänden lassen das Schulkind im Dunkeln sichtbarer werden.

8. Richtig gepackt

Schwere Gegenstände (Ordner und Bücher) ganz hinten, nah am Rücken platzieren. Dünne Hefte kommen gleich davor. Ganz nach außen platzieren Sie leichte Sachen wie Schachtel und Farbstifte-Mäppchen.
Pausensnack und Getränke finden außen, in separaten Fächern, Platz. Diese Packweise verhindert, dass schwere Bücher den Ranzen nach hinten ziehen und eine falsche Rückenhaltung hervorrufen.

9. Geld sparen

Viele Hersteller bieten ganze Ausstattungspakete an: Neben dem Rucksack umfassen sie einen Turnbeutel, eine Schachtel mit Farb- und Filzstifte sowie ein Portemonnaie.
Austauschbare Designelemente lassen den Ranzen länger trendy tragbar sein.

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