Während draußen die Sonne auf dem Asphalt gebrannt hat, haben sich am Mittwoch in den Mittagsstunden Experten, Journalisten und interessierte Bürger in der “Maison de l’Union européenne” versammelt. Sie wollten über die Lebensmittelsicherheit in Luxemburg reden.

Von Marie Schusterschitz

Eingeladen zu dieser Auflage des monatlich veranstalteten “Midi du consommateur européen” waren Mitglieder des Gesundheitsministeriums und der “Securité alimentaire” sowie eine Repräsentantin der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Zunächst hielt Patrick Hau, Leiter der “Securité alimentaire”, einen kurzen Vortrag zur Geschichte und zum aktuellen Stand der Lebensmittelsicherheit in Luxemburg. 21 unterschiedliche Kontrollsysteme gibt es derzeit hierzulande.

Die Frage, wie gründlich Lebensmittel unter die Lupe genommen werden, schien die Anwesenden am meisten zu beschäftigen. So kamen Fragen zu Pestiziden auf – oder zum Qualitätsstandard von Produkten, die von außerhalb der EU importiert werden. 150 bis 200 Lebensmittel würden jedes Jahr in Luxemburg aus dem Verkehr gezogen, erklärte François Zimer von der “Securité alimentaire”.

Der Konsument muss sich schlaumachen

Zwar gibt es eine hohe Anzahl von Aufsichtsorganisationen, doch die Experten betonten immer wieder: Die Konsumenten sollen sich möglichst gut über die Produkte, die sie kaufen, und deren Inhaltsstoffe informieren. Einige der anwesenden Bürger bemerkten jedoch, dass dies oft schwierig sei. Ein Vorschlag lautete, eine Ausbildung zu diesem Thema in den Schulalltag zu integrieren.

Dem stimmte der Vertreter des Verbraucherschutz-Ministeriums zu: Er antwortete, dass die Aufklärung der Bevölkerung auf der Liste der Projekte der Behörde stehe – und dass es jetzt schon ähnliche Initiativen gäbe.

Patrick Hau wies darauf hin, dass sich die Konsumenten auf der Webseite der “Securité alimentaire” erkundigen können. Dort sind Infos zu Lebensmitteln zu finden, die vermieden werden sollten – zum Beispiel Aprikosenkerne.

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